⚔️ Forscher finden Hinweise auf Tempelritter in Kapelle

Salzburger Forscher haben in der Steiermark eine Kapelle gefunden, die möglicherweise von den Tempelrittern errichtet wurde. Die Fresken in der mittelalterlichen Kirche zeigen Symbole der Tempelritter, darunter auch das Hakenkreuz – später das Symbol des Nationalsozialismus.

Die Johanneskapelle steht am Fuße des Grimmings in Pürgg in der Steiermark. Salzburger Forscherinnen vermuten, dass die Kirche aus dem 12. Jahrhundert von den Tempelrittern erbaut wurde. „Besonders an dieser Kirche ist, dass es eine Wehrkirche ist. Das ist an den Befestigungsmauern erkennbar. Diese wurden vermutlich von den Templern erbaut um der ortsansässigen Bevölkerung in Krisenzeiten Schutz zu geben“, sagt Herbert Heiß. Der Salzburger Polizist entdeckte diesen Bezug zu den Templern gemeinsam mit seiner Ehefrau, die ebenfalls Polizistin ist. Die beiden reisen auf den Spuren der Tempelritter durch ganz Europa.

Entlang der Pilgerrouten errichteten die Templer befestigte Klosteranlagen. Während der Kreuzzüge waren sie die Elitetruppe des Papstes im Heiligen Land. „Ungewöhnlich ist dieser alte, arabische Schriftzug, der von rechts nach links gelesen wird. Er bedeutet „Allah“. Der Maler muss das aus dem heiligen Land mitgenommen haben, aus Jerusalem“, sagt Elisabeth Heiß, Polizistin aus Salzburg.

Die Johanneskapelle zieren auch arabische Schriftzeichen
Nicht nur das Polizistenehepaar ist von der Geschichte der Johanneskapelle und dem Ritterorden fasziniert. Die Schwestern Magdalena und Sophie Kirchgasser schreiben über den Ritterorden ihre Doktorarbeiten an der Universität Salzburg. „Höchst interessant sind auch die Farben, die sich durch die Johanneskapelle ziehen: Schwarz steht für den materiellen Wert. Rot steht für das Opfer. Weiß steht für die Spiritualität“, so die beiden Schwestern.

Hitler holte sich möglicherweise Inspiration in Pürgg
Diese drei Farben waren auch die Symbolfarben der Nationalsozialisten. Und tatsächlich könnte sich Adolf Hitler die Inspiration für das Hakenkreuz in Pürgg geholt haben. „Die gleiche Swastika hat Hitler auch in „Mein Kampf“ beschrieben. Wir wissen zwar nicht, ob Hitler hier war, aber es ist nicht auszuschließen“, sagt Daniele Mattiangeli, Rechtshistoriker an der Universität Salzburg.

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