⚔️ Gedanken am 23. November

Hast du dich je beim Anblick von fremdem Leiden von
Mitleid überwältigt gefühlt? Der Schriftsteller und Lehrer
Stephen Levine erklärt, wenn unsere Angst eines anderen
Menschen Schmerz berührt, verspüren wie Mitleid, aber
wenn unsere Liebe eines anderen Schmerz berührt, verspüren
wir Mitgefühl. Und nur Liebe und Mitgefühl haben die
Macht, diese Welt zu verbessern. Wenn dich das Los eines
anderen mit Angst erfüllt und du daher Mitleid mit diesem
Menschen empfindest, kann Tonglen dir helfen, statt dessen
mit Liebe zu reagieren. Einmal sah ich in einer Nachrichtensendung
eine bosnische Mutter, die vor dem Leichnam ihres
minderjährigen Sohnes wehklagte. Als ich an meine eigenen
Söhne denken mußte, brach mein Herz auf. Anstatt mich
dem Gefühl der Hilflosigkeit oder der Angst zu überlassen,
führte ich für diese Mutter Tonglen durch. So verschloß sich
mein Herz nicht wieder, sondern blieb weit geöffnet.

Tägliche Templerarbeit:
Führe heute, wenn du dich dazu in der richtigen Verfassung fühlst,
für einen Fremden, den du unter »normalen« Umständen lediglich
bemitleiden würdest, eine Tonglen-Meditation durch. Sei es
ein Bettler, sei es jemand, über den du in der Zeitung liest oder den
du in den Nachrichten siehst – stelle dir vor, du atmetest sein
Leiden in Form von dichtem schwarzem Rauch tief in dein Herz
ein, und gib ihm dafür deinen Frieden und deine Freude zurück.

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