⚔️ Gedanken am 26. Oktober

Zu der Zeit, als ich an diesem Kapitel schrieb, fuhr ich
einmal zum Einkaufen nach Boulder, Colorado. Ein paar
Stunden später hatte ich alles mögliche erledigt, war ziemlich
gerädert und fing an mir auszumalen, wie ich, wieder zu
Hause angelangt, einen schönen Spaziergang in den Bergen
machen würde. Als es Zeit gewesen wäre, nach rechts auf den
Supermarkt-Parkplatz einzubiegen, merkte ich, daß ich
mich auf der falschen Spur befand. Ich blinkte, aber der
Fahrer zu meiner Rechten wollte mich nicht vorbeilassen.
Prompt wallte Arger in mir auf – aus reiner Gewohnheit.
Dann wurde ich mir dessen bewußt und lachte. Schließlich
war es meine eigene Schuld: Ich war mit meinen Gedanken
ganz woanders gewesen und hatte es versäumt, mich rechtzeitig
einzuordnen. Niemand außer mir war für mein »Problem
« verantwortlich. Ich konnte mich frei zwischen Frieden
und Arger entscheiden. Wenigstens zu dieser einen Gelegenheit
wählte ich den Frieden.

Tägliche Templerarbeit:
Mache eine zehnminütige Shamatha-Vipassana-Meditation.
Achte heute auf die Neigung deines Geistes, zornig oder ärgerlich
zu werden. Wenn diese Gefühle, wie im obigen Beispiel, nur
bedingte Entstehungen sind, vom »Affen-Geist« ausgelöste Bewußtseinswellen,
kannst du sie ganz einfach vorüberziehen und
verebben lassen, so wie du es während der Shamatha-Vipassana-
Meditation tust.

Schreibe einen Kommentar