⚔️ Gedanken am 8. Oktober

Jemand hat einmal gesagt, das Relative und das Absolute
seien wie die zwei Schwingen eines Vogels, die jeweils den
Schein und das Sein aller Dinge darstellen. Die zwei müssen
einander im Gleichgewicht halten, oder der Vogel wird zu
Boden stürzen. Der Tod hat Arjuna vor ein ethisches Dilemma
gestellt. Es mag stimmen, daß wir in der absoluten
Wirklichkeit »geburtlos und todlos« sind, aber in der relativen
Wirklichkeit bluten unsere Wunden, sterben wir und
trauern wir tun unsere Lieben. Was also soll ein Krieger tun?

Tägliche Templerarbeit:
Mache heute wenn möglich einen achtsamen Spaziergang durch
die Natur. Spüre die Kräfte der Erde, die dich allenthalben umgeben.
Wenn du wieder zurückgekehrt bist, betrachte die zwei
Schwingen des Todes – die absolute und die relative. Was würdest
du tun, wenn ein Bürgerkrieg ausbräche? Würdest du töten, um
die Sklaverei abzuschaffen? Würdest du töten, um deine Familie
zu verteidigen? Konntest du dir diese Frage erst dann beantworten,
wenn die tatsächliche Situation eingetreten wäre? Oktober ist
die richtige Zeit, um eine Bestandsaufnahme unserer grundlegendsten
Überzeugungen und Wertvorstellungen zu machen.

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