Alle Wege führen zu den Templern

Dadurch wird der Templerorden zum ausführenden Organ
einer Überlieferung, die aus den Zeiten der Invasion stammt
und die der Boden war, auf dem der Orden erblühen konnte.
Der Tempel hat seinen Ursprung bei den Zisterziensern, und
diese stammen von Cluny, das wiederum auf Aniane zurückgeht,
jene benediktinische Verschmelzung der Richtung von
Fleury und der des keltischen Christentums des heiligen Kolumban.
Es ist verständlich, dass die Historiker in ihren Studien über
das Phänomen «Templer» durch die eine Mission der neun
Ritter, die Pilgerwege zu schützen, in die Irre geführt wurden.
Sie sahen in dieser Aufgabe den Ursprung des Ordens,
anstatt ihn dort zu suchen, wo man ihn findet: sechshundert
Jahre vorher.
In Subiaco und Monte Cassino.
die eigene Truppe ist nicht überraschend bei Soldaten, die
sich, die einen wie die anderen, mit vollem Recht für besonders
tapfer hielten. Militärisch unterschieden sich die Hospitaliter
kaum von den Templern, ausser dass sie einen roten
Mantel mit weissem Kreuz trugen, die Templer hingegen den
weissen Mantel mit rotem Kreuz.
Es scheint, dass die Hospitaliter rein kriegerische Aufgaben
hatten. Und wenn ihre militärische Leistung auch der der
Templer entsprach, so blieb ihre «zivile» Aktion doch weit
hinter der der Templer zurück.
Der Hospitaliterorden hatte als rein militärischer Orden seine
eigene Flotte und Kriegstechnik. Bestimmt auch ein Ingenieurkorps
für militärische Bauten. Die Festungen des Or dens
gelten als die besten jener Zeit. Besonders «Le krak des
chevaliers» in der Gegend von Horns. Aber von einer Verbindung
des Hospitaliterordens zu einer Gruppe religiöser Baumeister,
für die eine Art Weihe Voraussetzung war, ist nichts
überliefert. Das einzige, was man von ihnen weiss, ist, d ass sie
alle ihnen gestellten «Aufgaben» freudig erfüllen mussten.
Mehr wissen wir nicht.

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