Der Friedensnobelpreis geht an Menschenrechtler in Osteuropa

Vorkämpfer für die Menschenrechte in Weissrussland, Russland und der Ukraine erhalten in diesem Jahr den Friedensnobelpreis. Ausgezeichnet werden der inhaftierte weissrussische Menschenrechtsanwalt Ales Beljazki, die russische Organisation Memorial und das ukrainische Center for Civil Liberties, wie das Nobelkomitee in Oslo bekanntgab. Die Preisträger repräsentierten die Zivilgesellschaft in ihren Heimatländern, sagte die Vorsitzende des Komitees, Berit Reiss-Andersen. Sie setzten sich seit vielen Jahren für den Schutz der Grundrechte der Bürger und das Recht ein, Machthabende zu kritisieren.

Das sind die Preisträger: Ales Beljazki, der seit mehr als einem Jahr in einem weissrussischen Gefängnis inhaftiert ist, kämpft seit Jahren für Demokratie und Freiheit in seinem Heimatland. Die Organisation Memorial wurde 2021 auf Anweisung der Behörden aufgelöst. Sie setzte sich für politisch Verfolgte und Gefangene ein und klärte über Verbrechen der kommunistischen Gewaltherrschaft in der Sowjetunion auf. Das Center for Civil Liberties macht seit Kriegsbeginn unter anderem auf die Lage der ukrainischen Gefangenen aufmerksam. Zuvor hatten die Bürgerrechtler Menschenrechtsverstösse auf der annektierten Schwarzmeer-Halbinsel Krim dokumentiert.

Der diesjährige Friedensnobelpreis setzt ein Zeichen gegen die Gewaltherrscher Putin und Lukaschenko. Der Mut und die Beharrlichkeit, mit denen russische und weissrussische Dissidenten ihre Unterdrücker herausfordern, wird im Westen oft unterschätzt.

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