Es war einmal…

Die Templer waren ungewöhnlich, insofern sie sowohl Brüder eines religiösen Orden als auch Soldaten waren. So vereinigten sie die Rolle von Rittern und Mönchen, zwei der Pfeiler der mittelalterlichen Gesellschaft.
Sie spielten eine entscheidende Rolle in vielen Schlachten der Kreuzzüge,
entwickelten aber auch viele Neuerungen im Finanzwesen und gelten als Begründer des modernen Bankwesen. Zu allgemeinem Ansehen gelangten sie, als Bernhard von Clairvaux zu ihrem Fürsprecher wurde, ein charismatischer und glaubensstarker Zisterziensermönch mit weit reichenden familiären Verflechtungen.
1130 erreichte er mit zahlreichen Bittbesuchen bei einflussreichen Leuten, dass der unpopuläre Innozenz II. zum Papst gewählt wurde. Daraufhin wurde Bernhard zum einflussreichsten Geistlichen seiner Zeit.
Er war verwandt und befreundet mit einigen der ersten Templer und mit Hugo, dem Graf der Champagne — nicht zu verwechseln mit Hugo de Payens, dem Gründe des Ordens. Der Graf war ebenfalls an der Gründung der Templer beteiligt und schenkte Bernhard ein Stück Land im Wermuttal.
Dort gründete dieser seine Abtei und nannte die Gegend Clairvaux, Tal des Lichts.
Bernhard setzte 1128 die erste Regel der Tempel auf, die auf jener der Zisterzienser beruhte, denen er seit seinem 23. Lebensjahr angehörte. 1139
wurden die Templer offiziell zum Mönchsorden unter dem Schutz der Diözese von Troyes erklärt. Durch Bernhards Einfluss unterstellte sie Innozenz II. allein der päpstlichen Autorität.
Bernhard stab am 20. August 1153 und wurde 1174 heilig gesprochen.

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