Gedanken am 1. Jänner

Du weißt um uns, Göttlicher, seit vor Anbeginn der Welt.
Du bist uns näher als Hände und Füße. Wahrlich, in Dir
leben wir und regen uns und haben wir unser Sein. Dennoch
fühlen wir uns so oft allein, wie Fremde in einem fremden
Land. Mag auch der Geist seinen göttlichen Ursprung vergessen
– das Herz verzehrt sich unaufhörlich danach, sich zu
erinnern.
Tempelarbeit:
Gedankt sei Dir, Göttlicher Geist, für das Geschenk eines
neuen Tages und dafür, daß Du meinen Geist erweckt hast,
damit er dem Sehnen meines Herzens folgen möge. Diesen
Monat bitte ich Michael, dessen Name »gleichwie Gott«
bedeutet, daß er mir helfe, mich zu erinnern, daß ich ein Teil
von Gottes Geist bin und somit ein Teil von Allem. Möge ich
Dich im großen Luftraum sehen und in den Wolken. Möge
ich Dich in den gefrorenen Wassern sehen. Möge ich Dich in
der Dunkelheit sehen, da meine Seele ruht und wächst im
stillen Schoß des Winters. Möge ich lernen, in der Gegenwart
zu leben, wo Du bist.
Schließe deine Augen und atme einmal tief durch. Werde dir der
Stille bewußt, die tief in deinem Inneren ist, und erkläre:
Mein Göttlicher Geliebter und ich sind eins.
Wiederhole diese Übung zwei- bis dreimal im Laufe des heutigen
Tages.

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