Gedanken am 11. September

Es gibt Zeiten in unserem Leben, in denen wir die zu einem
bestimmten Archetypus gehörige Seelengeschichte abgeschlossen
haben und allmählich in einen anderen Bereich
unserer andauernden spirituellen Autobiographie eintreten.
Die Ubergangsphase ist eine Zeit der Ernte und der Läuterung.
Wenn es uns nicht gelingt, diese Ubergänge als solche
zu erkennen, spielen wir immer wieder dieselbe Rolle von
vorn, was zu einem Gefühl der Vergeblichkeit, der Langeweile,
des »Festgefahrenseins«, zu Depression oder Streß
führen kann. Da das kosmische Rad sich vom Sommer zum
Herbst weiterdreht und unsere Energie ihren jährlichen Abstieg
in die dunklen Reiche des Unbewußten beginnt, wird es
Zeit, uns zu fragen, ob unser Aufenthalt in unserem gegenwärtigen
Archetypus abgeschlossen ist und, falls ja, in welchen
neuen wir dabei sind einzutreten.

Tempelarbeit:
Verweile für ein paar Minuten im Gebet der Sammlung oder in
der Shamatha-Vipassana-Meditation. Bewege die folgenden Fragen
in deinem Herzen: »Wer sind die Menschen, die ich am
meisten achte? Welchem von ihnen würde ich am liebsten nacheifern? Welchen Archetypus stellt er dar?«

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