Gedanken am 17. November

Jesus lehrte seine Anhänger ein Gebet, das heutzutage jedem
Christen als das »Vaterunser« bekannt ist. Eher als »Vater«
bedeutet der im aramäischen Original verwendete Ausdruck
aber »Kosmische/r Gebärer/in«. Der Gelehrte Neil Douglas
Klotz hat eine sorgfältige Neuübersetzung dieses Gebetes
erstellt, die eine weit größere Weisheit erkennen läßt als
die uns bekannten, auf der traditionellen griechischen Version
des Neuen Testaments basierenden Fassungen. Der Teil
etwa, der normalerweise mit »Vergib uns unsere Schuld, wie
auch wir vergeben unseren Schuldigern« beginnt, lautet bei
Klotz: »Löse die Stränge der Fehler, die uns binden, wie wir
loslassen, was uns bindet an die Schuld anderer.« Auf diese
Weise befreien wir die »Gefäße« des Göttlichen Leibes von
Verstopfungen und erlauben dem Ganzen, ungehindert in
das Licht des Herzens aufzusteigen.
Tägliche Templerarbeit:
O Kosmische/r Gebärer/in, Vater/Mutter Gott, lehre mich
bitte das Sakrament der Vergebung, auf daß ich, indem ich
anderen vergebe, mir endlich selbst vergeben und allen Wesen
helfen möge, die Freiheit eines friedvollen Herzens zu
erlangen!
Atme ein paarmal loslassend durch und begib dich langsam, geduldig,
in die innere Stille, in das Allerheiligste. Betrachte die Fesseln
der Schuld, durch die du andere gebunden hältst. Willst du dich
wirklich weiter daran klammern und deren Fehler zu deinen
Bürden machen? Überlege dir, was für ein Gefühl es sein könnte,
ihre Schuld loszulassen. Wenn du den Wunsch hast, diesen Prozeß
einzuleiten oder zu beschleunigen, bitte um Raphaels Beistand.

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