Gedanken am 19. August

Grundlage der Spiritualität ist ethisches Verhalten. In den
östlichen Traditionen fängt niemand an zu meditieren,
Selbsterforschung zu üben oder heilige Texte zu studieren,
ehe er nicht bewiesen hat, dass er die erforderlichen Tugenden
– Ehrlichkeit, Disziplin, Demut, Mildtätigkeit und rechtes
Verhalten – besitzt. Analog dazu gilt in der jüdischchrisdichen
Tradition die Einhaltung der zehn Gebote als
Grundstein des spirituellen Lebens. Was haben Meditation
und Gebet auch für einen Sinn, wenn wir in unseren Beziehungen
und gegen uns selbst nicht ehrlich sind?
Tempelarbeit
Verweile für ein paar Minuten im Gebet der Sammlung oder in
der Shamatha-Vipassana-Meditation. Betrachte deine Handlungen
unter dem Aspekt ethisch richtigen Verhaltens, und sei ehrlich
in deiner Beurteilung. Wenn wir uns der kleinen Lügen bewusst
werden, die wir uns gegenüber anwenden, gelangen wir um so
schneller dahin, in all unseren Handlungen Ehrlichkeit und Lauterkeit
walten zu lassen.

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