Gedanken am 19. Dezember

Maria Magdalena ist eine der wichtigsten Gestalten des
Neuen Testaments. Nachdem Jesus in der gestern angefangenen
Geschichte sein Gleichnis erzählt hat, spricht er zum
selbstgerechten Priester weiter: »Siehst du dies Weib? Ich
bin gekommen in dein Haus; du hast mir nicht Wasser gegeben
für meine Füße; diese aber hat meine Füße mit Tränen
genetzt und mit den Haaren ihres Hauptes getrocknet. Du
hast mir keinen Kuß gegeben; diese aber, nachdem ich hereingekommen
bin, hat nicht abgelassen, meine Füße zu küssen.
Du hast mein Haupt nicht mit Ol gesalbt; sie aber hat
meine Füße mit Salbe gesalbt. Derhalben sage ich dir: Ihr
sind viele Sünden vergeben, darum hat sie mir viel Liebe
erzeigt; wem aber wenig vergeben wird, der hebt wenig.«
Und er sprach zu ihr: »Dir sind deine Sünden vergeben . . .
Dein Glaube hat dir geholfen; gehe hin in Frieden!«

Tägliche Templerarbeit:
Großer Geist, da ich heute erwache, bin ich voll Liebe und
Dankbarkeit für Deine Vergebung. Ich begreife, daß die
Sünde – das Gefühl, von Dir getrennt zu sein – in sich den
wahren Weg zurück zum Einssein mit Dir darstellt. Möge
die Vergebung, die in Dir ist, auch in mir erwachen, auf daß
ich das Herz des Weihnachtsmysteriums in mir fassen möge.
Verweile für ein Paar Minuten im tiefen Frieden des Gebets der
Sammlung. Wenn die Geschichte der Maria Magdalena dein
Traum wäre und alle Personen wären Teile deiner selbst, was
könntest du daraus für dein Leben lernen?

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