Gedanken am 2. Juni

Der Apostel Paulus schrieb:
Jetzt sehen wir noch dunkel, wie durch einen Spiegel
rätselhaft; einst aber von Angesicht zu Angesicht. Jetzt noch
ist mein Erkennen unvollkommen; dann aber werde ich erkennen,
so wie ich auch erkannt werde.- 1. Korinther 13,12
Paulus versteht unter spiritueller Heilung den Unterschied
zwischen der relativen Wirklichkeit, in der wir »dunkel, wie
durch einen Spiegel rätselhaft« sehen, und dem Gewahrwerden
der absoluten Wirklichkeit, des göttlichen Geistes, der
jenseits aller uns vertrauten Gegensatzpaare ist – dem Zustand
nämlich, in dem »ich erkenne, so wie ich auch erkannt
werde«, dem Zustand bewussten Einsseins mit Gott.

Tempelarbeit
Gedankt sei Dir, Göttlicher Geliebter, für das erstarkende
Licht richtigen Erkennens, durch das ich Dessen gewahr
werde, Der ich wirklich bin: ein Göttliches Kind, ein untrennbarer
Aspekt Deines Bewusstseins.
Verweile für ein paar Minuten im Gebet der Sammlung oder in
der Shamatha-Vipassana-Meditation. Sieh dich um und erkenne,
dass alles Teil des göttlichen Geistes ist. Dieser Stuhl besteht aus
dem Geist Gottes, dieses Fenster besteht aus dem Geist Gottes. Du
bestehst aus dem Geist Gottes. Es gibt nichts, was nicht Gott wäre.
Rufe dir heute immer wieder das Wunder des Daseins ins Bewusstsein
zurück, indem du dir beim Anblick von Menschen oder Dingen
sagst: »Dieser Mensch (dieser Baum, dieses …) ist der zur
Erscheinung gelangte Geist Gottes.«

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