⚔️ Gedanken am 21. Mai

Indem du dich beklagst, bestärkst du deine negative Geisteshaltung,
die überall nur Mangel und Unzulänglichkeit wahrnimmt.
Wenn etwas nicht in Ordnung ist, unternimm etwas
dagegen, anstatt dich zu beklagen! Pessimisten jammern und
geben sich selbst und anderen die Schuld an dem jeweiligen
Missstand. Sie machen sogar Gott Vorwürfe. Optimisten
sind über das Stadium der Schuldzuweisungen hinausgewachsen.
Selbst in schwierigen oder regelrecht bedrohlichen
Situationen sind sie dankbar für die Herausforderungen, die
ihnen helfen, die eigenen Grenzen zu überwinden.

Tempelarbeit:
Achte heute darauf, wie dein Ich durch Klagen und Schuldzuweisungen
deine Fähigkeit einschränkt, glücklich zu sein. Selbst wenn
alles in bester Ordnung ist, kann das Ich endlos darüber phantasieren,
was schiefgehen könnte. Befreie dich von derlei Hirngespinsten
mit Hilfe der mentalen Kampfkunst. Nimm zur Kenntnis,
was dein Geist gerade tut, und sage dir: »Klagen« oder »Schuld
zuweisen.« Dann atme loslassend durch und lasse die Klagen
einfach vorüberziehen – ebenso, wie du es während der Meditation
mit auftauchenden Gedanken tust.
Verweile für ein paar Minuten im Gebet der Sammlung oder in
der Shamatha-Vipassana-Meditation und lasse das Ich und seine
Klagen einfach an dir vorüberziehen, ohne dich verwickeln zu
lassen und ihnen Leben einzuflössen.

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