Gedanken am 25. Mai

Der buddhistische Mönch Thich Nhät Hanh lehrt ein wundervolles
mentales Tischgebet: Soll’s heute abend grüne
Bohnen geben? Denke an die Menschen, die die Felder
gepflügt und die Samen gesät haben. Denke an den Wind
und den Regen, die Sonne und den Mond, deren vereinte
Energien die Bohnen zum Keimen und Wachsen gebracht
haben. Denke an die Menschen, die die Bohnen gepflückt,
sie in Kisten verpackt und in die Stadt gefahren haben.
Denke an die Menschen, die die Bohnen ausgeladen und im
Geschäft zum Verkauf angeboten haben. Denke an den
Menschen, der die Bohnen gekauft, sie gekocht und auf den
Tisch gestellt hat. Denke an das Grosse Mysterium des Lebens,
den Schöpfer, der das Ganze überhaupt nur ermöglicht
und bewirkt hat. Sei ihnen allen dankbar.
Tempelarbeit:
Gedankt sei Dir, Grosser Geist, für das kostbare Gewebe des
Lebens, an dem ich als ein einzelner Faden teilhabe. Hilf
mir, bewundernd nachzuvollziehen, mit welcher Anmut,
welcher Eleganz alle Fäden miteinander verflochten sind.
Wann immer ich heute etwas benutze – sei es eine Plastiktüte,
die Kleider, die ich trage, mein Auto, meinen Computer
– , hilf mir zu begreifen, wie viele Naturkräfte, wie viele
menschliche Hände, welch Göttliche Weisheit an dessen
Schöpfung beteiligt gewesen sind.
Sprich heute vor jeder Mahlzeit ein achtsames Dankgebet, das dich
wirklich mit den Kräften der Natur in Verbindung bringt.

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