⚔️ Gedanken am 27. November

Eine der bewegendsten Geschichten des Neuen Testaments
ist »Das Gleichnis vom verlorenen Sohn«. Der »gute« Sohn
bleibt zu Hause und verwaltet das väterliche Gut. Der
»böse« Sohn zieht in die Fremde und verschleudert sein
Erbteil für Wein und Frauen. Endlich kehrt er – mittellos
und reumütig – nach Hause zurück. Als er von der bevorstehenden
Ankunft seines Sohnes erfährt, befiehlt der Vater
überglücklich, daß ein gemästetes Kalb geschlachtet und ein
großes Fest zu Ehren des Heimkehrers ausgerichtet werde.
Der »gute« Sohn ist eifersüchtig und fühlt sich ungerecht
behandelt, da für ihn noch nie ein Fest veranstaltet wurde.
Der Vater erklärt ihm, an ihm, seinem guten Sohn, habe er
schon immer seine Freude gehabt, aber daß der andere verloren
war und jetzt wiedergefunden wurde, sei Ursache noch
größerer Freude.
Der Vater hatte dem verschwenderischen Sohn bereits verziehen,
und sein Kind brauchte nur zu bereuen, um des
Vaters Liebe spüren zu können. Eine schwierigere Aufgabe
stand dem »guten« Bruder bevor: E r mußte lernen, seine
Eifersucht und sein wertendes Denken aufzugeben und
ebenso zu vergeben, wie es sein Vater bereits getan hatte.

Tägliche Templerarbeit:
Verweile für ein paar Minuten im Frieden des Gebets der Sammlung
oder der Shamatha-Vipassana-Meditation. Lies die Geschichte
vom verlorenen Sohn – du findest sie im Lukas-Evangelium
(15, 11-32).

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