Gedanken am 31. März

Ein mittelalterliches Gralsepos beginnt mit den Worten:
»Jede Handlung zeitigt gute und böse Auswirkungen zugleich.
Das Beste, was wir tun können, ist, das Gute zu
beabsichtigen.« Diese Einsicht stärkt Glauben, Geduld und
Hingabe. Als ich acht Jahre alt war, verbog ich einmal aus
Versehen den Stock meines Regenschirms. Als mein älterer
Bruder versuchte, ihn wieder geradezubiegen, brach er entzwei.
Ich fing an zu weinen, und mein Bruder glaubte, es sei
wegen meines zerbrochenen Schirms. Aber meine Tränen
galten ihm. Er hatte das Gute beabsichtigt, auch wenn der
Schirm jetzt hin war. Durch seine Zerstörung wurde aber ein
höheres Gut erzielt – die Erweckung des Mitgefühls in meinem
Herzen. Das Leben ist nicht immer so, wie es zu sein
scheint, aber wir können darauf vertrauen, daß eine gute
Absicht uns immer zum Ziel führen wird, selbst wenn die
unmittelbaren Ergebnisse gelegentlich von dem abweichen,
was wir im Sinn gehabt hatten.

Tempelarbeit:
Versetze dich in das Ei aus Licht und führe die Metta-Meditation
durch, die wir vom 11. bis zum 15. Februar gelernt haben. Metta
ist eine Übung in Liebe, Geduld, Glauben und Hingabe. Metta
bedeutet, das Gute zu beabsichtigen. Achte im Laufe des heutigen
Tages darauf, welche Absiebt jeweils hinter deinen Handlungen
steht. Wenn die Absicht von Liebe und dem Wunsch zu dienen
motiviert ist, kannst du – unfeiner höheren Ebene – mit einem
guten Ergebnis rechnen, auch wenn du nach außen hin nur dürftige
Resultate erzielen solltest.

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