Gedanken am 5. Mai

Jede Woche ist ein in sich abgeschlossener Zyklus, eine
mikrokosmische Abbildung des Jahreskreislaufs. Ebenso wie
die moderne Gesellschaft die größeres Zyklen vergessen hat,
die Weisheit der Jahreszeiten und der Erdenergien, die uns
miteinander und mit dem heiligen Mysterium in Einklang
bringen, genauso ist auch der Zyklus der Woche weitgehend
in Vergessenheit geraten. Sich auf die Energien der Woche
einzustimmen, deren Herz der Sabbat ist, ist unter den Zehn
Geboten vielleicht dasjenige, das wir am leichtesten übertreten.

Tempelarbeit:
Denke über diese uralte Weisheit nach, die Moses auf dem Berg
Sinai als Teil der Formel zuteil wurde, durch die wir uns an unser
Einssein mit Gott erinnern:
Gedenke des Sabbattages, daß du ihn heiligst. Sechs Tage
sollst du arbeiten und alle deine Werke tun. Aber am siebenten
Tage ist der Sabbat des Herrn, deines Gottes. Da sollst
du keine Arbeit tun, auch nicht dein Sohn, deine Tochter,
dein Knecht, deine Magd, dein Vieh, auch nicht dein Fremdling,
der in deiner Stadt lebt, denn in sechs Tagen hat der
Herr Himmel und Erde gemacht und das Meer und alles,
was darinnen ist, und ruhte am siebenten Tage. Darum segnete
der Herr den Sabbattag und heiligte ihn.
– 2. Mose 20, 8-11

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