Gedanken am 6. April

Um wieder wie ein Kind sein und der Welt mit Unschuld und Demut begegnen zu können, müssen wir uns unserer zwiefachen Natur bewusst werden. Unser Höheres Selbst, der verborgene Gottessame, hat schon immer in bewusstem Kontakt zur Göttlichen Gegenwart gestanden, hat schon immer die Welt so gesehen, wie sie ist. Unser Ich, die Maske aus Eigendünkel, die wir der Welt zeigen, ist ausschliesslich
durch unsere Lebensgeschichte bestimmt.
Tempelarbeit:
Das Ich ist ein vollendeter Lehrer der spirituellen Kampfkünste. Wenn wir mit ihm streiten oder ihm Widerstand entgegensetzen, wird es nur stärker. Wenn wir es zur Kenntnis nehmen und weiterziehen lassen, kommt unser Höheres Selbst spontan zum
Vorschein.
Wenn sich im Laufe des heutigen Tages dein Ich in Gestalt von Kritiksucht, Angst, Unsicherheit, Stolz oder »Besserwissertum« meldet, verschwende keine Zeit damit, deine Regungen zu untersuchen. Nimm sie einfach zur Kenntnis und lasse sie vorübergehen. Sag dir: »Ach, da ist ja wieder mein Ich.« Atme einmal tief durch
und ziehe weiter.

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