⚔️ Gedanken zum 25. September

Wir werden dadurch ganz und heil, daß wir das Unsichtbare
sichtbar machen und die Dunkelheit ans Licht fuhren. Seit
frühester Kindheit sind wir alle dazu erzogen worden, stets
unser »Bestes«, unsere vorteilhafteste Seite nach außen zu
kehren. Man hat uns gescholten und gedemütigt, wenn unser
Verhalten etwas zu wünschen übrigließ, wenn wir uns als
habgierig, anmaßend oder sonstwie »böse« zeigten. Alles
»Nichtgute« wurde in den Keller des persönlichen Unbewußten
abgeschoben. Jung nannte das den Schatten. Es ist
das Alter ego, der Mr. Hyde unseres bewußten Dr. Jekyll. Du
kannst noch so hohe Schutzmauern errichten – es bleibt alles
dort, eingesperrt mit allem, was du unterdrückst, haßt oder
verleugnest. Der Schatten ist dein böser Zwilling.

Templerarbeit:
Wir haben schon einige Schattenarbeit geleistet, als wir feststellten,
daß wir in Wirklichkeit unseren Schatten projizieren, wenn
wir eine besondere Abneigung gegen jemanden hegen oder ein
Urteil über jemanden fallen, den wir kaum kennen. Wenn wir uns
durch jemandes Zorn beleidigt fühlen, hat unser eigener verborgener
Zorn eine geeignete »Leinwand« gefunden, auf der er sich
darstellen kann. Was können wir dagegen tun? Anzuerkennen,
daß es einen Schattenaspekt gibt, ist schon ein großer Schritt nach
vorn, denn das, was wir nicht sehen können, übt Macht über uns
aus. Andere Hinweise auf unseren Schatten zeigen sich in unseren
Träumen. Halte heute nach deinem Schatten Ausschau und setze
deine Traumarbeit fort.
Verweile für ein paar Minuten im Gebet der Sammlung, im Ei
aus Licht oder in der Shamatha-Vipassana-Meditation.

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