In Haiti herrscht nach dem Mord an Jovenel Moïse Ungewissheit

Das ist passiert: Nach der Ermordung des haitianischen Präsidenten Jovenel Moïse sind vier Tatverdächtige getötet und zwei weitere festgenommen worden. Wie der Polizeichef mitteilte, sind drei Polizisten festgenommen worden, sie befinden sich inzwischen aber wieder auf freiem Fuss. Weitere Einzelheiten zu der Fahndung nach den Attentätern gab es zunächst nicht. Nach dem Mord herrscht in Haiti Ungewissheit. Die Regierung rief fünfzehn Tage Belagerungszustand und Staatstrauer aus. Die Nachfolge des Staatschefs ist unklar. Zum Bericht

Das ist der Hintergrund: Unbekannte waren in der Nacht zum Mittwoch in die Residenz des 53 Jahre alten Moïse in einem Vorort der Hauptstadt Port-au-Prince eingedrungen und hatten ihn erschossen. Seine Ehefrau Martine wurde verletzt und zur Behandlung ins rund 1000 Kilometer entfernte Miami gebracht. Haitis Botschafter in den USA teilte mit, dass die Angreifer nach derzeitigem Stand Ausländer gewesen seien, die sich als Angehörige der amerikanischen Antidrogenbehörde DEA ausgegeben hätten.

So ordnen wir es ein: Nach der Ermordung Jovenel Moïses droht dem Staat noch mehr Gewalt und Instabilität. Haiti braucht Hilfe – und die Staatengemeinschaft sollte notfalls für eine Intervention bereit sein. Zum Kommentar

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