Klostergründer muss eigene Gemeinschaft verlassen

Das 1965 gegründete Kloster Bose gilt als ein Neuaufbruch des Klosterlebens in der katholischen Kirche: Doch jetzt muss sein Gründer Enzo Bianchi nach „Spannungen“ die eigene Gemeischaft verlassen – auf Anordnung des Vatikan.

Enzo Bianchi (77), einer der bekanntesten geistlichen Autoren Italiens, muss die von ihm gegründete Klostergemeinschaft Bose verlassen. Der Vatikan habe eine entsprechende Anordung für Bianchi und drei weitere Personen erteilt, berichten mehrere italienische Zeitungen (Mittwoch). Grund seien Spannungen mit Prior Luciano Maniardi, der 2017 als erster Nachfolger Bianchis gewählt worden war.

Das Kloster Bose, 1965 von dem jungen Wirtschaftswissenschaftler Bianchi unter dem Eindruck der Studentenbewegung und des Zweiten Vatikanischen Konzils (1962-1965) gegründet, gilt als ein Neuaufbruch des Klosterlebens in der katholischen Kirche. Die Gemeinschaft von Männern und Frauen verbindet Traditionen des westlichen und östlichen Mönchtums und etablierte sich zugleich als ökumenisches Zentrum. Beträge und Schriften Bianchis zur Spiritualität fanden in Italien weite Verbreitung.

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