⚔️ Komturei Ivry-le-Temple (Frankreich)

Die Niederlassung im normannischen Département Oise unterstand bis spätestens Mitte des 13. Jh.s dem Ordenshaus von Paris. Erstmalig erwähnt wird sie in einer Schenkungsurkunde von 1210. Ihren im Laufe der kommenden Jahrzehnte angesammelten Besitz an Land und Rechten verdanken die Templer von Ivry vor allem der Wohltätigkeit der Familie Treigny. Auch später, als die Domäne an die Johanniter übergangen war, unterstützen dei Treignys sie weiterhin. Am Ende der Templerzeit gehörten etwa 250 ha Land zu dieser Niederlassung, wovon ein Großteil neu gerodetes Gebiet war. Aber auch ein Weinberg in Frocourt gehörte seit Mitte des 13. Jh.s dazu.

Die Niederlassung besaß ab 1266 (Weihe durch den Erzbischof von Rouen) eine eigene Kapelle, geweiht ‚Unserer Lieben Frau vom Tempel‘, eine Scheune und eine Mühle, wie aus Urkunden hervorgeht. Die Kapelle wurde in der 2. Hälfte des 18. Jh.s, noch vor der Revolution, abgerissen. Erhalten ist von der Komturei heute noch der kreuzrippengewölbte Weinkeller und ein Teil des Mauerwerks der großen ursprünglich dreischiffigen Scheune.

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