Philipp der Schöne

Von wohlmeinenden Zeitgenossen wurde Philipp IV. von Frankreich „le Bel“, der Schöne genannt. Spötter verglichen ihn indes mit einer nutzlosen Eule. „Der schönste der Vögel, der nichts wert ist …, so ist unser französischer König“, höhnte der Bischof von Pamiers, was ihm eine Anklage wegen Hexerei, Blasphemie, Unzucht, Häresie und Hochverrat eintrug. Denn der Kapetinger Philipp war ein eiskalter Machtmensch, verbunden mit einem ausgesprochen priesterlichen Dünkel, hielt er sich doch selbst für den „überragenden christlichen König eines auserwählten Königreichs“.

Schreibe einen Kommentar