Schwere Schlappe für Marine Le Pen bei Regionalwahlen in Frankreich

Das ist passiert: Marine Le Pens Partei wird auch zukünftig keine Region in Frankreich regieren. Damit blieb der erhoffte Rückenwind für Le Pens Präsidentschaftskampagne im nächsten Jahr aus. Stattdessen haben die bürgerliche Rechte und die Linke die Regionalwahlen unter sich ausgemacht. Auch die Regierungspartei von Präsident Macron spielte am Sonntag kaum eine Rolle. Zum Bericht
Darum ist es wichtig: Viele Bürger blieben den Urnen fern. Medien werteten es als Symptom einer schweren Krise der repräsentativen Demokratie, dass zwei Drittel der Bürger trotz Flehen der Regierung und aller Parteien die Wahlen boykottieren. Vor allem die Verlierer warnten davor, daraus Voraussagen für die Präsidentenwahl im April 2022 zu machen.
So sehen wir es: Die Vorsitzende des rechtsextremen Rassemblement National (RN) hatte im Wahlkampf verkündet, die Regionalwahlen würden ihr erster Schritt zur Eroberung des Elysée-Palasts werden. Doch die Wahlschlappe zeigt die Grenzen von Le Pens Strategie der «Entdiabolisierung» auf. Indem sie ihre Position gemässigt haben, haben sich Le Pen und ihre Partei der bürgerlichen Rechten angenähert. Zum Kommentar

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