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Slowakei: Metropolit warnt vor Friedenskompromiss mit Moskau

Keine Illusion hinsichtlich eines möglichen Friedensschlusses zwischen Russland und der Ukraine macht sich das neue Oberhaupt der griechisch-katholischen Kirche in der Slowakei.

„Die Russen würden sich noch mehr eingraben, ihre Bestände auffüllen und in zwei oder drei Jahren wären sie in Lemberg“, lehnte der Erzbischof von Presov, Metropolit Jonáš Maxim, in einem aktuellen Interview für das Internetportal „Postoj.sk“ einen diesbezüglichen Kompromiss ab.

Würden die Grenzen der Ukraine in Frage gestellt, werde die „gesamte Konzeption Nachkriegseuropas und die Demokratie als solche brüchig“, warnte Maxim. Der gebürtige Slowake lebte in den vergangenen 20 Jahren im Studitenkloster Univ bei Lemberg, bevor ihn Papst Franziskus im Oktober zum neuen Erzbischof von Presov ernannte.

Kriegsflüchtlinge in der Slowakei
In dem ausführlichen Interview schilderte Maxim auch seinen Erfahrungen aus der Zeit seit Kriegsbeginn, darunter auch mit den ukrainischen Binnenflüchtlingen. 99 Prozent von ihnen seien auf dem Papier orthodox, konnten aber weder das Vaterunser beten noch hätten sie je die Heilige Schrift gelesen; über die griechisch-katholische Kirche hätten sie nur verzeichnete Vorstellungen. Die Menschen seien aber von selbst in die Kirche gekommen und hätten begonnen, „ihr Leben zu ordnen“. Man habe Ehen geschlossen und Kinder getauft und fast alle hätten „gebeichtet und kommuniziert“, so der griechisch-katholische Geistliche. Dass ihnen die Sakramente nicht von orthodoxen Priestern gespendet wurden, habe die Menschen dabei nicht gestört. Sie hätten erkannt, „dass sie an einen Ort gelangt sind, wo tief gläubige Menschen sind und Gott gegenwärtig ist“.

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