⚔️ Templer in Griechenland

Von 1204, dem Datum der lateinschen Eroberung von Konstantinopel, bis zu seinem Ende 1261, besaßen die Templer zahlreiche Güter in Griechenland. Ein Brief Papst Innozenz III. erwähnt eine Komturei in Konstantinopel. Das „libro de los fechos“ berichtet, daß im Jahre 1209 den Templern vier Seigneurien im lateinischen Griechenland geschenkt wurden, 1210 folgten die Dörfer Pasalon, Paliopolis und Laffustan. Auch in Gerokomeion besaßen die Templer ein Haus. Der lateinische Fürst Geoffroi II. von Morea wollte die Kirchen wie auch die Templer in seinen Besitztümern besteuern. Nach der Ablehnung dieses Ansinnens wurde der klerikale Landbesitz für drei Jahre eingezogen. Erst dann kam es zu einem Friedensschluss Geoffrois mit der Kirche; diese musste von nun an jedoch Truppen zur Landesverteidigung stellen wie auch die laikalen Herren. Wie auch in Europa spielte der Orden eine wichtige politische Rolle. Im Jahre 1304 handelte der damalige Provinzmeister Jean de Neufchâtel gemeinsam mit dem Adligen Hugues de Charpigny einen Kompromiss zwischen den Streitparteien um das Erbe von Kephalonia aus.

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