Vatikanischer Drahtseilakt auf dem seidenen Faden nach China

Zwar war bekannt: Das vorläufige Abkommen zwischen dem Heiligen Stuhl und der Volksrepublik China, am 22. September 2018 geschlossen und auf zwei Jahre befristet, läuft aus und müsste dann erneuert werden – oder eben nicht. Doch während der Vatikan in den vergangenen Monaten trotz Pandemie an vielen Fronten diplomatisch recht aktiv war, blieb es still an der chinesischen. Bis zum 11. September.

Bei einer Pressekonferenz in Peking fragte ein Reporter von Phoenix TV, einem Sender mit guten Partei-Verbindungen, nach dem Abkommen mit dem Vatikan. Der Sprecher des Außenministeriums, Zhao Lijian, nahm die vielleicht erbetene Vorlage auf: „Dank der konzertierten Bemühungen beider Seiten konnte das Interimsabkommen über die Ernennung von Bischöfen zwischen China und dem Vatikan seit seiner Unterzeichnung vor rund zwei Jahren erfolgreich umgesetzt werden.“ Man hoffe, dass es erneuert werde.

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