War alles seit Jahrhunderten geplant?

Dies alles spricht dafür, dass hier nach einem vorhandenen
Plan gehandelt wurde. Auch der Orden handelt «nach Plan».
Im Jahr 1128 tauscht der Tempel mit der Zisterzienserabtei
von Vauluisant ein Gebiet in Cerilly gegen ein anderes in
Coulours, «weil es ihnen angemessener ist».
Diese Ritter, die neun Jahre lang die Pilgerwege beschützten,
wussten also schon, welche Gebiete bei ihrer Rückkehr für sie
«angemessener» sein würden! Und sie wussten sehr genau,
welche Orte in Frankreich ihnen «angemessen» waren. Diese
Komturei von Coulours scheint übrigens die Ausbildungsstätte
für alle Komtureien von Frankreich gewesen zu sein.
Auf ihrem Siegel stand: «secretum templi» (Abgeschiedenheit
des Tempels). Die Schrift war von einem gnostischen
Symbol umgeben.
Sind das nicht Beweise, dass der Tempel schon vor seiner offiziellen
Gründung existierte, dass er gewollt, entworfen und
durchorganisiert wurde? War dem so, dann ist der heilige
Bernhard einer seiner Meister gewesen, wenn nicht sogar der
Grossmeister. Dagegen spricht nicht, dass er Zisterzienser ist.
Tatsächlich scheint der Tempel keineswegs den Zisterziensern
«Untertan» zu sein. Im Eid des Meisters von Portugal
werden die Zisterzienser «unsere Gefährten» genannt, was
nur besagt, dass sie das gleiche Ziel verfolgen. Und als weiterer
Beweis: Während des Kreuzzuges gegen die Albigenser trennen
sich die Templer zwar von Arnaud-Amaury, dem Zisterzienser,
ohne jedoch gegen ihn Partei zu ergreifen.
Hat es also eine «Höhere Führung» gegeben, die seit Jahrhunderten
die ganze «Angelegenheit» vorbereitet und gesteuert
hat und die die führenden Köpfe der Benediktiner, der Zisterzienser
und der Templer «dirigierte»?
All dies wird immer ein Geheimnis bleiben.

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