Was ein Nobelpreisträger zu Gott und den Religionen sagt

Anton Zeilinger meint: „Das ist der grosse Fehler den vieler Religionen gemacht haben, einschliesslich des Christentums.
Das man den Gott als eine Ursache konstruiert hat für Dinge, die man nicht versteht. Weil man dieses Ursache- Wirkungsprinzip als viel zu wichtig erachtet hat, dass man immer dort, wo man keine Ursache gefunden hat, eine Ursache erfunden hat, die man Gott genannt hat.
Ein sehr naives Gottesbild, das natürlich zum scheitern verurteilt ist. Weil immer weiter hinausgeschoben wird, was man nicht erklären kann.
So simpel kann es nicht sein.

Die Beziehung zu einem Gott hat genauso wenig mit Denken zu tun, wie die Beziehung zu einem geliebten Menschen. Das darf nicht auf der Ebene einer intellektuellen Analyse stattfinden. Und wenn man hier zu lange auf der intellektuellen Ebene herumanalysiert ist man eigentlich auf der falschen Argumentationslinie.
Viele Menschen haben immer wieder Spuren des göttlichen Lebens gefunden. Ich kenne es selbst auch. Das ist aber eine persönliche Sache.“

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