Was ist ein Mandala?

Der Westen kennt Mandalas vor allem als Kunstwerke: als Bilder,
als streng symmetrische Zeichnungen, die sich aus Kreisen und
Quadraten aufbauen – ausdeutbar als Symbole kosmischer
Kräfte. Sie helfen dem Betrachter bei der Meditation.
Der 14. Dalai-Lama im Vorwort zum Buch »Das Mandala«: »In
ihrer Formenvielfalt, von einfachen Diagrammen über differenzierte
Gemälde auf Stoff bis zu komplizierten Mustern aus farbigem
Sand und großen dreidimensionalen Schnitzereien besitzen
Mandalas einen tiefen symbolischen Sinngehalt. Wir Tibeter
betrachten sie als heilig.«
Der Seelenforscher C. G. Jung hörte von einem tibetischen
Priester folgende Erklärung: Das wahre Mandala sei immer ein
»inneres Bild, welches durch Imagination allmählich konstruiert
wird, und zwar dann, wenn eine Störung des seelischen Gleichgewichts
vorhanden ist oder ein Gedanke nicht aufgefunden
werden kann«. Diese inneren Bilder werden gezeichnet oder gemalt
und dienen als Hilfe zur inneren Versenkung, als Hilfe auch
beim Heilen.

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