B. Wer sind die Templer?

Die historischen Templer waren Mitglieder eines geistlichen Ritterordens, der im Jahr 1118 von Hugo von Payens im Heiligen Land gegründet wurde. Offiziell trug er den Namen „Orden der Armen Ritter Christi und des Salomonischen Tempels“.

Der Templerorden war der erste Orden, der das Mönchsleben mit dem Ritterstand verband. Diese sogenannten Mönchsritter legten die drei klassischen Ordensgelübde ab: Armut, Keuschheit und Gehorsam. Zugleich übernahmen sie eine militärische Aufgabe. Ihr äußerer Auftrag bestand darin, Pilgerwege im Heiligen Land zu schützen und christliche Stätten zu sichern.

Der Orden hatte seinen Hauptsitz in Jerusalem, in unmittelbarer Nähe des Tempelbergs, woraus sich auch der Name „Templer“ ableitet. Im Laufe weniger Jahrzehnte entwickelte sich der Orden zu einer bedeutenden geistlichen und organisatorischen Kraft im mittelalterlichen Europa.

Neben ihrem praktischen Auftrag verstanden sich die Templer als geistliche Gemeinschaft, die ihren Glauben ernsthaft lebte und vertiefte. Ihr inneres Ziel war es, christliche Prinzipien nicht nur zu verteidigen, sondern im eigenen Leben konsequent umzusetzen.

Der historische Templerorden wurde im Jahr 1312 aufgelöst. Dennoch wirken seine Ideale – Disziplin, Glaube, Verantwortung und brüderliche Verbundenheit – bis heute nach und bilden für viele moderne Gemeinschaften eine geistige Orientierung.