✠ Blog des ALTEN SOUVERÄNEN TEMPLER ORDENS (ASTO) ✠

Gedanken am 25. März

Am Tor des Apollotempels zu Delphi stand die Inschrif t zu

lesen: »Nichts im Übermaß«. Selbst unsere Stärken

wenn bis zum Exzeß getrieben, zu Schwäche:

Selbstvertrauen kann sich in Draufgängertum verkehren,

Fleiß in Arbeitssucht. Die Fähigkeit, loszulassen und sich

dem Fluß hinzugeben, kann zu Trägheit werden. Der

Wunsch, spirituell zu wachsen und Gott zu finden, kann zu

starrem Fanatismus werden. Ich muß lachen, wenn ich heute

daran zurückdenke, wie oft ich schon sicher war, ich hätte

»die Wahrheit« gefunden, und mir einbildete, ich täte anderen

Menschen einen Gefallen, wenn ich ihnen meine starren

Glaubenssätze aufzwang!

 

Tempelarbeit:

Göttlicher Geliebter, wie froh bin ich, mit neuer Zuversicht,

tieferem Glauben und größerer Ausgeglichenheit aus meinem

Winterschlaf zu erwachen! Heute bitte ich Dich, Uriel,

und die Engel der Klarsicht, daß Ihr mir helfen möget,

Mäßigung in meine Stärken zu bringen.

Verweile für ein paar Minuten in der Stille der Meditation.

Mache dir dann deine zwei größten Stärken bewußt und überlege

dir, inwiefern sie zu Schwächen werden können, wenn sie das

rechte Maß verlieren.

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