Ordensregeln
Leitgedanken des „Alten Souveränen Templerordens“
1. Wesen und Auftrag
Der Alte Souveräne Templerorden ist eine auf christlicher Grundlage ruhende Gemeinschaft freier Menschen.
Er dient der eigenen inneren Veredelung, der Förderung der Brüder und Schwestern sowie der Stärkung von Liebe, Würde und Wohlergehen der gesamten Menschheit.
Seine Bestrebungen gelten dem Menschen als Ebenbild Gottes – unabhängig von Stand, Herkunft oder äußeren Lebensverhältnissen.
2 Politische Neutralität
Der Orden ist parteipolitisch unabhängig.
Er mischt sich nicht in parteiliche oder ideologische Auseinandersetzungen ein.
Sein Wirken gilt dem Menschen und der sittlichen Ordnung, nicht der Tagespolitik.
3 Voraussetzungen der Mitgliedschaft
Der Orden erwartet von seinen Mitgliedern:
- einen sittlich einwandfreien Lebenswandel
- geistige Bildung und Bereitschaft zur Weiterbildung
- Empfänglichkeit des Herzens für Wahrheit, Gerechtigkeit und Nächstenliebe
Die innere Arbeit steht über äußerem Rang.
4 Glaubenshaltung
Der Templer bekennt sich zu Gott als dem Ursprung allen Seins.
Er ist frei von konfessioneller Engherzigkeit und wahrt Achtung gegenüber den Glaubensüberzeugungen anderer.
Frömmigkeit zeigt sich nicht im Streit, sondern in Demut und gelebter Liebe.
5 Wirken in der Gesellschaft
In seinem bürgerlichen Leben wirkt der Templer – in welcher Stellung auch immer – nicht nur für sich selbst, sondern für das Gemeinwohl.
Er versteht seinen Beruf als Dienst innerhalb einer höheren sittlichen Ordnung.
6 Familie und Verantwortung
Im Familienleben soll der Templer:
- ein gehorsamer Sohn
- ein liebevoller Bruder
- ein treuer Gatte
- ein verantwortungsvoller Vater
sein.
Er fördert Gottesfurcht, Charakterbildung und Fürsorge im Kreis der Seinen und wacht über deren geistiges und leibliches Wohl.
7 Charakter und Haltung
Der Templer sei:
- gerecht gegen jedermann
- zuverlässig im Wort
- standhaft im Entschluss
- mutig im Einsatz für Recht und Wahrheit
Das höchste Gesetz bleibt die tätige Menschenliebe.
8 Verhältnis zum Orden
Im Verhältnis zum Orden tragen ihn:
- Gehorsam
- Treue
- Vertrauen
- Eifer
- Verschwiegenheit
Er handelt besonnen, beharrlich und uneigennützig.
9 Gleichheit im Bund
Nicht Stand, Rang oder Reichtum zählen im Orden, sondern Bildung des Geistes, Lauterkeit des Herzens und das Streben nach edler Geselligkeit.
10 Ehre
Die Ehre des Templers gründet sich auf:
- treu erfüllte Pflicht
- reinen Lebenswandel
- gutes Gewissen
11 Wort und Verpflichtung
Das Wort des Templers gilt ihm als heilig.
Er arbeitet mit redlichem Fleiß an seiner eigenen Vervollkommnung und daran, dass die Lehren des Ordens in ihm und durch ihn zur lebendigen Tat werden.
12 Innere Arbeit
Die erste Arbeit eines jeden Templers gilt seinem eigenen Inneren.
Er prüft sich selbst, erkennt seine Schwächen und arbeitet an deren Überwindung.
13 Brüderliche Begleitung
Fühlt sich ein Bruder schwach, so suche er das vertrauensvolle Gespräch mit einem aufrichtigen Bruder.
Strenge gegen sich selbst, Milde gegen andere sei sein Maßstab.
14 Gemeinschaft
Die Brüder und Schwestern zeichnen sich aus durch:
- Eintracht
- Rücksichtnahme
- Teilnahme
- Bescheidenheit
- Treue
Konflikte sollen zunächst ordensintern in brüderlicher Weise geklärt werden.
15 Keine Vorteilsnahme
Der Orden darf niemals zur Erlangung persönlicher Vorteile missbraucht werden.
Brüderliche Verbundenheit rechtfertigt keine Begünstigung zum Nachteil Dritter.
16 Letzte Ehre
Beim Heimgang eines Bruders oder einer Schwester erweisen die Mitglieder – soweit möglich – ihre letzte Ehre in würdiger Teilnahme.
Geistige Leitgedanken des Ordens
1. Über Hass
Hass widerspricht dem Geist des Ordens.
Der Templer prüft jede Abneigung im Lichte der Wahrheit und lässt sich nicht durch fremde Interessen oder Stimmungen leiten.
Er wahrt innere Freiheit.
2. Über Wahrheit
Wahrheit darf niemals als Werkzeug für konfessionelle oder eigennützige Zwecke missbraucht werden.
Die Lauterkeit der Absicht wiegt schwerer als äußere Bezeichnungen Gottes.
3. Über Gemeinschaft
Die Begegnung mit edlen Menschen ist ein Geschenk.
Der Templer pflegt, stärkt und schützt solche Gemeinschaften.
4. Über Furcht
Viele Ängste entstehen aus Erschöpfung und Einsamkeit.
Der Templer sucht Stille, Gebet und Besinnung, statt sich von Sensationsdramen treiben zu lassen.
Er trägt den Frieden Gottes in sich.
5. Über Worte
Worte schaffen Wirklichkeit.
Der Templer spricht verantwortungsvoll und baut auf, statt zu zerstören.
6. Über Dienst
Beobachtung allein genügt nicht.
Der Templer wirkt durch Tat, Gebet und tätige Liebe.
Seine Arbeit ist Gottesdienst.
7. Über Wandlung
Das Ziel des Templers ist innere Transformation:
Unedles in Edles zu verwandeln – in sich selbst und in seiner Umgebung.
8. Über das Heilige
Das wahre Heilige Land ist zuerst im Inneren des Menschen.
Wer es in sich zerstört, kann es außen nicht verteidigen.
9. Über Einheit
Die Menschheit ist eine Familie im Geist des einen Schöpfers.
Der Templer wirkt versöhnend und verbindend.
10. Über Verantwortung
Am Ende zählt nicht das Wissen, das wir anhäuften, sondern das Gute, das wir wirkten.
Schlussformel
Der Alte Souveräne Templerorden versteht sich als Schule der Selbstveredelung, als Gemeinschaft brüderlicher Treue und als Dienst am Menschen im Geiste Christi.
So möge jeder Templer wirken –
im Inneren geläutert,
im Äußeren gerecht,
im Herzen frei.
