✠✠✠✠✠✠ TEMPLER MAGAZIN ✠✠✠✠✠✠

Fernkurs: Das eigene Essen anbauen (Teil 7)

TIPPS ZUR ERHALTUNG IHRER ERNTE

Wie ein Templer seine Vorräte sichert – damit die Ernte das ganze Jahr reicht

Brüder und Schwestern,

es ist ein ehrenvoller Weg, eigenes Essen anzubauen. Ihr habt gesät, gepflegt, gegen Unwetter gekämpft, gegen Trockenheit und Schädlinge standgehalten – und nun liegt sie vor Euch: die Ernte.

Doch hört den Rat des Ordens:
Frische Nahrung ist ein Geschenk – aber ein flüchtiges.

Wer nicht bewahrt, verliert. Und wer verliert, muss zurück in die Abhängigkeit.

Frisch gepflückte Produkte halten nicht lange. Doch mit der richtigen Technik könnt Ihr Eure Nahrung nicht nur Tage – sondern Monate und sogar ein ganzes Jahr sichern.

Heute lehre ich Euch drei bewährte Wege, mit denen Ihr Eure Ernte über die Jahreszeiten tragen könnt:

  • Einmachen

  • Trocknen

  • Einfrieren

1. Einmachen – die Kunst, Zeit in Gläser zu bannen

Beim Einmachen wird die Ernte so behandelt, dass Mikroorganismen abgetötet werden – jene unsichtbaren Feinde, die Nahrung verderben lassen.

Die Methode ist alt, bewährt und im Orden hochgeschätzt, denn sie verwandelt frische Ernte in haltbaren Vorrat.

Wie es funktioniert

  • Produkte werden in Gläser gefüllt

  • Gläser werden luftdicht verschlossen

  • dann wird Hitze eingesetzt, um Keime abzutöten

Ein einfacher Weg zu Hause:

  • kochendes Wasser verwenden

  • Gläser nach dem Befüllen eintauchen

  • bis die Temperatur 212 Grad erreicht (Siedepunkt)

Diese Technik eignet sich besonders für:

  • Tomaten

  • Eingelegtes

  • Saucen, Chutneys, Relish

Templer-Regel beim Einmachen

Arbeite nur mit dem Frischesten.
Verdorbenes wird nicht gerettet – es wird aussortiert.

Und: Verwendet gute Gläser und befolgt die jeweiligen Einmach-Anweisungen – denn jedes Lebensmittel hat eigene Regeln.

2. Trocknen – der älteste Schutz gegen Verderb

Trocknen ist die älteste Konservierungsmethode der Menschheit. Früher geschah es durch Sonne, Wind und Geduld. Heute gibt es ein mächtiges Werkzeug:

Der elektrische Dörrapparat

Er beschleunigt den Prozess und macht ihn kontrollierbar.

Trocknen entzieht dem Lebensmittel Feuchtigkeit – und ohne Feuchtigkeit können viele Verderber nicht leben.

Der grundlegende Ablauf

1. Vorbereitung

  • Produkt reinigen

  • überschüssige Feuchtigkeit entfernen

  • Stiele und schlechte Stellen abschneiden

  • Gemüse wie Paprika in Scheiben schneiden

2. Gemüse blanchieren

  • Gemüse kurz behandeln

  • danach in eiskaltem Wasser abkühlen

  • abtropfen lassen und trocknen

⚠️ Früchte und Kräuter müssen meist nicht blanchiert werden.

3. Dörren

  • Produkt in den Dörrapparat legen

  • Zeit & Temperatur gemäß Anleitung einstellen

  • regelmäßig kontrollieren

Wichtiger Hinweis des Ordens

Trocknen verändert:

  • Geschmack

  • Textur

  • Konsistenz

Und wer nicht achtgibt, riskiert:

  • Austrocknung bis zur Unbrauchbarkeit

  • oder sogar Verbrennen

Doch richtig gemacht, entsteht daraus ein Vorrat, der leicht, haltbar und vielseitig nutzbar ist.

3. Einfrieren – der einfachste Weg zur Vorratskammer

Die häufigste und bequemste Methode ist das Einfrieren. Sie ist beliebt, weil sie:

  • leicht umzusetzen ist

  • wenig Ausrüstung benötigt

  • Geschmack oft gut erhält

Wichtige Grundregeln

  • Gemüse vor dem Einfrieren blanchieren

  • nach der Ernte so schnell wie möglich einfrieren

Blanchieren ist wichtig, damit:

  • Enzyme gestoppt werden

  • Geschmack und Qualität besser bleiben

⚠️ Achtet darauf:
Nicht alles eignet sich zum Einfrieren. Manche Obst- und Gemüsesorten verlieren ihre Struktur oder werden matschig.

Schlusswort des Ordens

Wie Ihr seht: Die Bewahrung der Ernte ist keine Zauberei – sondern Wissen und Disziplin.

Ihr könnt wählen zwischen:

  • Einmachen (haltbar, intensiv, ideal für Tomaten & Eingemachtes)

  • Trocknen (uralt, effektiv, verändert aber Textur)

  • Einfrieren (am einfachsten, oft bester Geschmackserhalt)

Grundsätzlich gilt:

Einfrieren und Kühllagerung verändern den Geschmack weniger
als Trocknen und Einmachen.

Doch jede Pflanze hat eigene Regeln. Darum forscht stets nach den besten Lager- und Konservierungsmethoden für das, was Ihr anbaut. Wer vorbereitet ist, verliert keine Nahrung – und damit auch keine Zeit, kein Geld und keinen Stolz.

Denn:

Die Ernte ist der Sieg.
Die Konservierung ist die Sicherung des Sieges.

In 2 Tagen geht es weiter.

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