Aufgaben und Ziele
Die Aufgaben und Ziele des Ordens heute
Die Mission der ursprünglichen Tempelritter
Der historische Templerorden entstand im 11. Jahrhundert in Jerusalem – in einer Zeit großer Unsicherheit, religiöser Spannungen und gefährlicher Reisewege. Seine erste Aufgabe war von außergewöhnlicher Klarheit:
Der Schutz der Pilger im Heiligen Land. 
Jerusalem war das geistige Zentrum der christlichen Welt. Unzählige Gläubige machten sich auf den beschwerlichen Weg dorthin – oft unter Gefahr für Leib und Leben. Die Tempelritter errichteten Burgen, organisierten bewaffnete Begleitungen und schufen sichere Raststätten, um die Reisenden zu schützen.
Mit den Jahren erweiterten sich ihre Aufgaben erheblich:
- Bau und Verwaltung von Burgen und Komtureien in Europa
- Versorgung von Bedürftigen und Schutzsuchenden
- karitative Arbeit und Unterstützung der Armen
- Einrichtung eines europaweiten Netzwerkes für Sicherheit und Hilfe
Wohltätigkeit und ritterlicher Dienst bildeten ein tragendes Fundament ihrer Identität.
Verteidiger des Glaubens und Hüter geistiger Überlieferung
Die Templer verstanden sich nicht nur als Kämpfer, sondern auch als Bewahrer des Glaubens. Sie schützten heilige Stätten, Reliquien und Schriften und förderten die Weitergabe christlichen Wissens.
Ihr geistiger Auftrag umfasste:
- die Bewahrung der Reinheit des Glaubens
- spirituelle Erneuerung in einer zerrissenen Zeit
- Schutz und Weitergabe heiliger Überlieferungen
- gemeinschaftliches Gebet und gelebte Kontemplation
Besonderen Wert legten sie auf die geistige Dimension der Musik.
Der gregorianische Choral – oft als Templerchoral bezeichnet – war für sie Gebet in Klangform, eine Brücke zwischen Erde und Himmel.
Die Verbindung von Natur und Spiritualität
Viele Mitglieder des historischen Ordens verfügten über ein tiefes Interesse an der Natur. Die Schöpfung galt ihnen als Offenbarung göttlicher Prinzipien.
Darum beschäftigten sie sich intensiv mit:
- Pflanzenkunde
- Tierbeobachtung
- Mineralogie
- frühen mikroskopischen Studien
In der Natur sahen sie einen lebendigen Spiegel des Göttlichen. Ihre Erforschung sollte nicht nur Wissen mehren, sondern auch spirituelle Vertiefung schenken.
Die Bedeutung der Templer für die Gegenwart
Der mittelalterliche Orden wurde im 14. Jahrhundert gewaltsam aufgelöst.
Doch seine geistige Aufgabe ist zeitlos.
Moderne Templerorden – darunter der Alter Souveräner Templerorden (ASTO) – führen diese Ideale in zeitgemäßer Form weiter:
-
- Bewahrung geistiger Tugenden
- Pflege historischer und spiritueller Tradition
- Förderung von Gerechtigkeit, Nächstenliebe und Mut
- Stärkung des geistigen Menschen im Sinne des Christentums
- Dienst am Nächsten und an der Gemeinschaft
Gerade heute, in einer Welt zunehmender Unsicherheit, gewinnen diese Werte neue Bedeutung.
Die Aufgaben des Alten Souveränen Templerordens (ASTO)
Die folgenden sechs Punkte stehen im Mittelpunkt unserer heutigen Arbeit. 
Sie bilden das Herzstück unserer Ordensmission.
1. Bewahrung der Tradition und Überlieferung
Wir pflegen die historische, geistige und moralische Tradition des 1118 gegründeten Templerordens. Die Weitergabe dieses Erbes an kommende Generationen ist eine zentrale Aufgabe unseres Wirkens.
2. Aufbau einer weltweiten geistigen Brüder- und Schwesternschaft
Der Orden schafft eine urchristlich ausgerichtete Gemeinschaft – getragen von ritterlichen Menschen aller Völker, die in der Unruhe unserer Zeit als geistige Orientierung wirken.
3. Verwirklichung ritterlicher Tugenden im Alltag
Mut, Nächstenliebe, Hilfe für Bedürftige und brüderliche Verbundenheit sollen nicht nur Ideale sein, sondern gelebte Wirklichkeit – im eigenen Umfeld und im Miteinander der Menschen.
4. Studium der Ordensgeschichte und ihrer geistigen Wurzeln
Wir widmen uns der Sammlung, Bewahrung und Erforschung historischer Quellen zur Templergeschichte sowie den geistesgeschichtlichen Zusammenhängen ihres Wirkens.
5. Pflicht zur tätigen Barmherzigkeit
Jedes Ordensmitglied ist verpflichtet, Werke der christlichen Nächstenliebe zu tun – im Kleinen wie im Großen.
Barmherzigkeit ist keine Theorie, sondern tägliche Haltung.
6. Die Gralsrunde – Öffnung zum kosmischen Bewusstsein
In unserer symbolischen „Gralsrunde“ tritt der Geist des Menschen aus den Begrenzungen des Materiellen heraus und stimmt sich auf die ewige Weisheit des Kosmos ein.
Mystiker aller Zeiten bezeichneten diesen Zustand als kosmisches Bewusstsein – die tiefe innere Erfahrung des wahren Sinns des menschlichen Lebens.
Der Kern unserer Mission
Der Alte Souveräne Templerorden dient der Bewahrung, Erneuerung und Verwirklichung der zeitlosen Ideale:
Gerechtigkeit – Ehre – Mut – Reinheit – Dienst am Höheren
Er ist kein Weg des äußeren Glanzes,
sondern ein Weg der geistigen Reifung.
Eine Schule des Lichts im Herzen –
nicht der Macht in der Welt.



