✠ Blog des ALTEN SOUVERÄNEN TEMPLER ORDENS (ASTO) ✠

Gedanken am 19. Juni

Eines der häufigsten Probleme, das die Wirkung des gerichteten
Gebets beeinträchtigen kann, ist die Angst vor dem
Mißerfolg. Was, wenn das Gebet nicht erhört wird? Bedeutet
es, daß es Gott nicht gibt oder daß er gleichgültig ist?
Agnes Sanford bietet uns ein einleuchtendes Gleichnis an,
das uns helfen kann, diese Angst zu überwinden. Stell dir vor,
du schaltest eine Lampe ein, und nichts passiert, obwohl die
Glühbirne ganz ist: Würdest du etwa daran zweifeln, daß es
Elektrizität gibt? Nein, du würdest wahrscheinlich zu dem
Schluß gelangen, daß irgendein Kontakt unterbrochen sein
muß, und würdest die Verkabelung reparieren – genauso, wie
du deine Verbindung zur grenzenlosen Fülle von Gottes
Macht herstellst. Agnes Sanford rät uns dringend an, uns der
offenen Geisteshaltung eines Wissenschaftlers zu befleißigen:
um etwas Bestimmtes zu beten, die Ergebnisse zu beobachten
– und aus mißglückten Experimenten zu lernen.

Tempelarbeit:
Wenn du ein wissenschaftliches Experiment mit der Kraft des
Gebetes durchfuhren möchtest, suche dir einen kleinen, genau
umrissenen Wunsch aus, dessen Erfüllung du leicht überprüfen
kannst. Agnes Sanford äußert einen sehr einleuchtenden Gedanken
bezüglich der Hemmungen, die viele Menschen haben, um
kleine Dinge zu beten, wie etwa um den Anrufeines Freundes, mit
dem man sich zerstritten hat. Sie sagt: »Wie merkwürdig ist es
doch, daß dieselben Menschen, die sich davor scheuen, nicht zögern,
um die allerschwierigsten Ziele überhaupt zu beten – etwa um den
Weltfrieden … Wenn jeder, der um den Frieden auf der Welt
betet, genug >Betkraft< besäße, um einen Schnupfen zu heilen,
hätten wir binnen 24 Stunden den Himmel auf Erden!«

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