✠✠✠✠✠✠ TEMPLER MAGAZIN ✠✠✠✠✠✠

⚔️ Gedanken am 31. März

Die Kraft der guten Absicht

Ein mittelalterliches Gralsepos beginnt mit den Worten: „Jede Handlung zeitigt gute und böse Auswirkungen zugleich. Das Beste, was wir tun können, ist, das Gute zu beabsichtigen.“ Diese Einsicht stärkt Glauben, Geduld und Hingabe.

Als ich acht Jahre alt war, verbog ich einmal aus Versehen den Stock meines Regenschirms. Mein älterer Bruder versuchte, ihn wieder geradezubiegen, doch dabei brach er entzwei. Ich begann zu weinen, und mein Bruder glaubte, es sei wegen des zerbrochenen Schirms. Doch meine Tränen galten ihm. Er hatte das Gute beabsichtigt, auch wenn der Schirm nicht mehr zu retten war. Durch diese Erfahrung wurde ein höheres Gut erzielt – die Erweckung des Mitgefühls in meinem Herzen.

Das Leben ist nicht immer so, wie es scheint, doch wir können darauf vertrauen, dass eine gute Absicht uns immer zum Ziel führen wird, selbst wenn die unmittelbaren Ergebnisse nicht unseren Erwartungen entsprechen.

Templerarbeit: Die Metta-Meditation

Versetze dich in das Ei aus Licht und führe die Metta-Meditation durch, die wir vom 11. bis zum 15. Februar gelernt haben. Metta ist eine Übung in Liebe, Geduld, Glauben und Hingabe. Metta bedeutet, das Gute zu beabsichtigen.

Achte im Laufe des heutigen Tages bewusst darauf, welche Absicht hinter deinen Handlungen steht.

  • Ist sie von Liebe und dem Wunsch zu dienen motiviert?
  • Kannst du loslassen, wenn das äußere Resultat nicht wie erhofft ausfällt?

Wenn deine Absicht von wahrhaftiger Liebe und Reinheit getragen ist, kannst du – auf einer höheren Ebene – mit einem guten Ergebnis rechnen, selbst wenn die sichtbaren Resultate zunächst dürftig erscheinen. Die Kraft der guten Absicht trägt uns weiter, als wir oft erahnen können.

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