Ab Aschermittwoch: Vierzig heilige Tage
Mit dem Aschermittwoch beginnt heute die Fastenzeit: Vierzig heilige Tage. Auf Latein heißt das „Quadragesima“. Aber warum gerade vierzig?
Vierzig ist in der Bibel eine besondere Zahl. Vierzig Jahre dauerte die Wüstenwanderung des Volkes Israel, vierzig Tage fasteten Mose auf dem Berg Sinai und der Prophet Elija auf dem Weg zum Horeb und schließlich Jesus nach seiner Taufe. Das ist der Grund, warum auch die österliche Bußzeit, die auf die Feier von Leiden, Tod und Auferstehung Jesu vorbereitet, genau vierzig Tage dauert.
In der frühen Christenheit bereiteten sich in dieser Zeit die Katechumenen (Taufbewerber) intensiv auf ihre Taufe in der Osternacht vor, während die bereits Getauften sich ihrer eigenen Taufwürde neu bewusst wurden und sie im Hören von Gottes Wort und im Gebet vertieften. Menschen, die durch eine schwere Sünde ihre Gemeinschaft mit Gott und ihren Brüdern und Schwestern verletzt hatten, bereiteten sich durch strenges Fasten auf die Versöhnung vor.
