An was glauben die Templer?
Über persönliche Wahrheit, Ur-Christentum und die Entwicklung des Glaubens
Kein Dogma, keine starren Grenzen
Bevor wir über das sprechen, was wir Templer glauben, müssen wir eines ganz klarstellen: Wir haben keine Dogmen.
Unser Glaube ist kein starres System aus Vorschriften und Glaubenssätzen, das man einfach übernehmen oder blind befolgen muss. Wir verstehen Glauben als einen persönlichen Weg, als inneren Prozess – individuell, ehrlich und manchmal auch schmerzhaft.
Es heißt nicht umsonst: „Glauben“ – und nicht „Wissen“. Wer glaubt, der sucht, der spürt, der tastet sich voran. Es geht uns nicht um fertige Antworten, sondern um bewusste Erfahrungen und um die Entwicklung einer inneren Wahrheit.
Verbunden mit dem Ur-Christentum
Natürlich fühlen wir uns als Templer dem Ur-Christentum tief verbunden. Denn dort – an der Quelle – ist das Wasser am reinsten.
Die ursprüngliche Botschaft Jesu war einfach und klar: Liebe, Vergebung, Wahrheit, Gemeinschaft. Erst die späteren Jahrhunderte – Konzile, Machtkämpfe, politische Interessen – haben das Christentum verändert. Texte wurden ergänzt oder gestrichen, Inhalte dogmatisiert, Kirchenstrukturen aufgebaut, die mehr mit Kontrolle als mit Spiritualität zu tun hatten.
Wir suchen nicht nach dem, was Menschen später hinzugefügt haben, sondern nach dem, was in der Tiefe ursprünglich war – die lebendige Kraft, die durch das Wort, das Leben und die Auferstehung Christi offenbar wurde.
Ein Glaube, der wächst
Glaube ist kein Zustand – er ist ein Weg.
Ein Kind glaubt anders als ein Erwachsener. So, wie wir als Menschen reifen, wandelt sich auch unser Gottesbild. Was einst einfach, vielleicht kindlich war, wird mit der Zeit hinterfragt, geprüft und manchmal durch Erfahrungen erschüttert – um dann tiefer, stiller und wahrhaftiger zu werden.
Wir Templer sehen diesen Prozess als etwas Natürliches – ja, Notwendiges. Deshalb lehren wir Stufen des Glaubens, die wir in den kommenden Tagen einzeln vorstellen werden. Denn wie bei einer inneren Tempelreise schreiten wir von der äußeren Form zur inneren Essenz. Vom symbolischen zum lebendigen Glauben. Vom Erbe zum Erleben.
Freiheit im Glauben – Verantwortung im Handeln
Freiheit bedeutet auch Verantwortung. Wer sich auf seinen eigenen Glaubensweg macht, muss ehrlich zu sich selbst sein. Ohne Ausreden, ohne Selbsttäuschung.
Deshalb fördern wir die innere Schulung, das Studium alter Weisheitslehren, die Reflexion, das Gebet – nicht als Pflichtübung, sondern als Weg zur Selbsterkenntnis und Gotteserfahrung.
Wir glauben, dass Wahrheit nicht diktiert, sondern entdeckt werden will – im Herzen jedes Einzelnen.
Fazit: Glaube als lebendige Bewegung
An was glauben die Templer?
Wir glauben an die lebendige Kraft des Lichts in jedem Menschen.
Wir glauben an die ursprüngliche Botschaft Christi, nicht an Machtinstitutionen.
Wir glauben, dass der Weg zu Gott ein persönlicher, sich entwickelnder Prozess ist – voller Stufen, Umwege, Prüfungen und tiefer Erkenntnisse.
Und wir glauben, dass jeder Mensch gerufen ist, diesen Weg zu gehen – frei, ehrlich und innerlich geführt.
