Urlaubsgrüsse aus Panama

Vor der Ankunft in Panama müssen wir einige Fragen beantworten: Wo haben wir uns vor der Abreise aufgehalten, fühlen wir uns schlecht und so weiter. Am Flughafen dann wird unsere Temperatur gemessen, demnach sind wir gesund, unser Urlaub konnte starten.

Panama gilt zu Beginn unserer Reise noch als Land mit wenigen Coronavirus-Fällen. Die Lage wirkt entspannt. Nach wenigen Tagen ändert sich die Situation jedoch. Museen werden geschlossen, Ausflugstouren nicht mehr angeboten und dann die Nachricht: 30-tägiger Ein- und Ausreisestopp nach Europa.

Schnell fassen wir einen Plan: Wir vertrauen darauf, dass unsere Airline uns über ein anderes Land umbuchen würde. Vielleicht über die USA, wenn wir 14 Tage nicht mehr im Schengenbereich sein würden, stünde einer Ausreise durch die USA nichts im Wege. Wir beantragen ESTA, tragen uns in diverse Listen vom Auswärtigen Amt ein und hoffen darauf, dass alles gut werden würde.

Wir machen uns mit einem Mietwagen auf die Weiterreise in die Provinz Chiriqui, da wir der Großstadt Panama City entfliehen wollen. Während der fünf Stunden Fahrt wird eine Verordnung für das ganze Land erlassen, nur wir bekommen davon nichts mit, fahren nichtsahnend weiter, überqueren eine Grenze, wieder wird unsere Temperatur gemessen, ein Beamter wünscht uns auf Deutsch einen guten Tag. Ein anderer ruft uns hinterher: „Ihr seid jetzt in der Zone. Viel Glück!“ Wir verstehen nicht, was das bedeuten soll.

Versteckt im Hotelzimmer
Als wir in unserem Hotel ankommen, herrscht dort Stille und Leere. Ein Mitarbeiter sagt, es sei geschlossen, wegen des Virus. Er hält uns einen Zettel vor die Nase: „El Decredo!“ (auf Deutsch: „Eine Verordnung“). Hotels müssten geschlossen werden, Strände seien gesperrt. Mitten im Nirgendwo stehen wir nun also mit unseren dicken Koffern, ratlos und hilflos. Dann ein Lichtblick: Wir können im Hotel bleiben, wenn wir uns im Zimmer verstecken. Eine wirkliche Wahl haben wir nicht. Also nehmen wir an.

Schreibe einen Kommentar