✠✠✠✠✠✠ TEMPLER MAGAZIN ✠✠✠✠✠✠

Ein Leben im Dienste der Gesundheit – Abschied von „Mr. Gesundheit“

Brüder und Schwestern,

wieder ist ein bekanntes Gesicht unserer Zeit von uns gegangen. Hademar Bankhofer, vielen vertraut als „Mr. Gesundheit“, verstarb am 25. Februar im Alter von 84 Jahren – „friedlich lächelnd Hand haltend“ mit seiner Ehefrau Lizzy an seiner Seite, wie sein Sohn Hadschi Bankhofer bewegend mitteilte.

Ein sanfter Abschied.
Ein Leben, das sich erfüllte.

Er wollte lange leben – und es ward ihm gewährt.

Vom Suchenden zum Gesundheitsbotschafter

Geboren 1941 in Klosterneuburg, studierte Bankhofer an der Universität Wien Jus, Publizistik, Philosophie und Germanistik – ohne formalen Abschluss, doch mit unstillbarem Wissensdrang.

Sein Weg führte ihn vom Journalismus zur Gesundheitsaufklärung. Eine prägende Begegnung mit dem mehrfachen Radrennmeister Ferry Dusika lenkte seinen Blick auf Lebensstil, Ernährung und Prävention.

Schon früh sammelte er auf Motorradfahrten durch ländliche Regionen traditionelle Hausrezepte, die 1972 im Buch „Hexenschuß und Heiserkeit“ erschienen. Gemeinsam mit Dusika folgte „Dicke essen zu viel“ – ein Titel, der aufrütteln wollte.

Der Aufstieg im Fernsehen

Ab 1985 wurde er einem breiten Publikum bekannt, als er in der ORF-Sendereihe „WIR“ regelmäßig Gesundheitstipps gab. Es folgten:

  • „Die gesunde halbe Stunde“ auf TW1

  • „Wohlfühlen leicht gemacht“ auf Radio Wien

  • das TV-Magazin „Gut geht’s“

  • später „einfach Bankhofer“ auf Austria 9

Parallel veröffentlichte er zahlreiche Bücher, hielt Vorträge und arbeitete eng mit Ärzten und Wissenschaftern zusammen. 1991 erhielt er für seine Verdienste im Dienste der Volksgesundheit den Berufstitel „Professor“.

Er verstand es, komplizierte Zusammenhänge einfach darzustellen. Manche seiner Aussagen sorgten für Diskussion – etwa seine frühe Behauptung, Äpfel könnten das Herzinfarktrisiko senken. Was einst Skepsis hervorrief, gilt heute als breit anerkannt.

Brüche und Standhaftigkeit

2008 endete seine Zusammenarbeit mit der ARD wegen des „Anscheins auf Schleichwerbung“. Auch der ORF zog sich zurück.

Ein harter Einschnitt.

Doch Bankhofer zog sich nicht zurück, sondern suchte neue Wege. Auf Austria 9 moderierte er weiter, besuchte Gesundheits- und Wellnessbetriebe, sprach mit Biologen, Ärzten, Bio-Bauern und Umweltfachleuten.

Er blieb seiner Mission treu: Menschen zu einem bewussteren Leben zu ermutigen.

Der Mensch hinter dem Experten

Sein Sohn beschreibt ihn als gütig, bescheiden, freundlich und großzügig. „So etwas wie Hassen kannte er nicht“, schreibt er.

Als Templer erkenne ich darin eine Tugend, die größer ist als jede Fernsehkarriere.

Wissen kann lehren.
Doch Güte überzeugt.

Bankhofer war kein Arzt, sondern ein Vermittler. Ein Brückenbauer zwischen Wissenschaft und Alltag. Zwischen Theorie und Küche. Zwischen Buch und Frühstückstisch.

Die bleibende Spur

84 Jahre – das ist kein kurzes Maß.

Er durfte wirken.
Er durfte streiten.
Er durfte lernen.
Er durfte alt werden.

Und vielleicht ist dies seine größte Botschaft:
Gesundheit ist kein Ziel, das man besitzt – sondern ein Weg, den man täglich geht.

✠ Möge er in Frieden ruhen.
Möge sein Lächeln bleiben.
Und möge uns sein Leben daran erinnern, dass wahre Stärke in Güte liegt. ✠

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