✠✠✠✠✠✠ ASTO TEMPLER-BLOG ✠✠✠✠✠✠

⚔️ Gedanken am 16. November

Der göttliche Kreislauf der Liebe

Das Bild des menschlichen Körpers

Wenn wir die Anordnung der Blutgefäße im menschlichen Körper betrachten, erkennen wir ein vollkommenes Netz von Wechselwirkungen. Das Blut durchströmt Adern und Kapillaren, bringt Leben, Nahrung und Kraft. Doch schon ein kleines Hindernis genügt, um den ganzen Kreislauf zu stören. Kein Gefäß kann empfangen, wenn sein Ausfluss blockiert ist.

Dieses Bild ist nicht nur medizinische Tatsache, sondern auch eine tiefe geistige Metapher.

Der Mensch als Zelle im Leib Gottes

Als ich die Worte des Propheten Mohammed las, dass die Leugnung der Liebe den heilenden Strom göttlicher Vergebung blockiert, erkannte ich:
Wir alle sind wie Zellen im Körper Gottes.

Wenn einer von uns die Vergebung verweigert und im Zorn verharrt, ist es, als ob ein Gefäß verstopft – der Fluss der Liebe stockt. Das Leiden betrifft nicht nur den Einzelnen, sondern strahlt in das Ganze aus.

Umgekehrt reicht es, wenn ein einziger Mensch das Hindernis überwindet, um die Lebenskraft wieder fließen zu lassen. Jede Vergebung, die ausgesprochen wird, hebt das Bewusstsein des Ganzen eine Stufe höher.

Die Templerhaltung der Vergebung

Für uns Templer ist Vergebung nicht Schwäche, sondern Dienst an Gott.
Wer vergibt, öffnet ein Gefäß, durch das das Licht des Himmels in die Welt strömt. Jeder Schritt zur Versöhnung ist ein Geschenk, das weit über die eigene Person hinauswirkt.

In diesem Sinn tragen wir als Ritter des Tempels Verantwortung: durch unser Herz möge die göttliche Liebe ungehindert fließen.

Tägliche Templerarbeit

  • Sprich am Morgen:
    „Großer Geist, da unsere Herzen sich den kommenden Lichterfesten entgegen sehnen, richte ich mein Inneres auf Frieden und Vergebung. Möge mein Herz durchlässig sein für den Strom Deiner Liebe.“

  • Verweile einige Minuten in einer Meditation der Sammlung – sei es im Gebet, im Eis aus Licht oder in der Shamatha-Vipassana-Praxis.

  • Achte darauf, ob in deinem Herzen Unversöhnlichkeit verborgen liegt. Wenn ja, öffne dich bewusst der Kraft der Vergebung.

  • Spüre, wie dein innerer Frieden sich ausdehnt – und so Anteil hat an der Verwirklichung einer friedlicheren Welt.

Fazit

Der Kreislauf des Blutes ist ein Sinnbild für den Kreislauf der Liebe. Nur wenn wir vergeben, bleibt dieser Fluss lebendig. Wer die Vergebung verweigert, hemmt den göttlichen Organismus. Wer aber vergibt, öffnet die Bahnen für Heilung – in sich selbst, in seiner Gemeinschaft, ja im gesamten Leib Christi, den wir Kirche und Menschheit nennen.

Denn im Tempel Gottes sind wir alle ein Leib, ein Herz, ein Strom von Liebe.

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