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Chinas Armeeforscher an der ETH Zürich – wie riskant ist das?

Das ist passiert: Auf Initiative der niederländischen Investigativplattform Follow the Money mit Unterstützung des deutschen Recherchezentrums Correctiv haben Journalisten aus sieben europäischen Ländern die akademischen Beziehungen zwischen Europa und China untersucht. Ans Licht kamen dabei auch rund 3000 Kooperationen mit Forschern an chinesischen Militäruniversitäten. Ein Professor der ETH Zürich berichtet von einem chinesischen Doktoranden, der die Ortung von Personen in Innenräumen verbessern wollte. Nach Abschluss der Arbeit brach der Kontakt ab, heute arbeitet der Mann für Huawei. Im Nachhinein machten ihn die Verbindungen von dessen Doktorvater zum Militär stutzig, sagt der ETH-Professor. Zum Bericht

Darum ist es wichtig: Die Kooperation mit China ist für die Schweiz lohnend, weil China in gewissen Bereichen wie etwa der Nanotechnologie weltweit führend ist. Auch finanzielle Anreize spielen eine Rolle: Allein die Stiftung der ETH hat seit 2016 rund 12 Millionen Franken in Form von nicht zweckgebundenen Schenkungen von chinesischen Unternehmen erhalten. Problematisch ist freilich für die Schweiz und den Westen, dass China Menschenrechte mit Füssen tritt. Was Chinas Militärforscher in der Schweiz an Wissen erwerben, könnten sie direkt der Armee und dem Unterdrückungs- und Überwachungsstaat von Präsident Xi Jinping zur Verfügung stellen. Der Nachrichtendienst des Bundes warnt daher vor möglichen Risiken.

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