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Ein Artikel eines Ordensbruders

Die Finanzmacht der Templer im Mittelalter

Trotz ihres Reichtümer waren die Templer von der Steuer befreit und sie hatte ihre eigene Gerichtsbarkeit.
Sie kontrollierten die Monarchen und Geschäftsleute und auch andere Menschen mit Einfluss in allen Ländern.
ihre Methode bestand darin, ihre Ziele in eine Position der Abhängigkeit zu bringen, üblicherweise durch Schulden.
Durch päpstliche Bullen, insbesondere Omne Datum Optimum (1139), wurden die Templer von der Zahlung der
meisten Steuern und Zehnten befreit. Sie unterstanden direkt dem Papst und waren von der lokalen weltlichen
Gerichtsbarkeit ausgenommen, was ihnen eine Form der Souveränität verlieh. Sie besaßen ein weitreichendes Netzwerk
von Komtureien (Stützpunkten) in ganz Europa und waren nicht nur militärisch, sondern auch wirtschaftlich eine treibende Kraft.
Eduard I. borgte sich Riesensummen von den Templern, und König John und Heinrich III. waren bis zum Hals bei ihnen
verschuldet. Einmal versetzte Heinrich die Kronjuwelen bei den Templern, um seine militärischen Abenteuer zu finanzieren.
Die englischen Kronjuwelen wurden zur Zeit von König John von den Tempern in deren Londoner Tempel aufbewahrt.
Heinrich III. war hoch verschuldet und nutzte die Templer intensiv als Finanzquelle, um seine militärischen Unterfangen
zu finanzieren. Es ist historisch belegt, dass die englischen Kronjuwelen, einschließlich der Krone Heinrichs III., während
dieser Zeit im Templer-Hauptquartier in London aufbewahrt wurden, teilweise als Pfand für Kredite.
König John nutzte den Londoner Tempel ebenfalls als Finanzzentrum. Der berühmte „Verlust des Schatzes von
König Johann“ 1216, bei dem Teile seines Trosses im Wash (einer Bucht) versanken, beinhaltete königliche Schätze,
von denen ein Teil zuvor bei den Templern gelagert war.
Auch König Eduard I. war eng mit den Templern verbunden, gewährte ihnen Privilegien und nutzte ihre Dienste, bevor
er später (nach der Zeit der Templer) wie sein Vater Heinrich III. von den Schulden bei dem Orden profitierte.
Eduard II. schätzte die Templer als verlässliche Finanzverwalter und Bankiers. Der Temple in London fungierte als
eine Art zentrale Finanzbehörde, die nicht nur königliche Einkünfte verwaltete, sondern auch Kreditgeschäfte abwickelte.
Aufgrund des starken Drucks von Papst Clemens V. ordnete Eduard II. schließlich die Verhaftung der englischen Templer an,
die im Januar 1308 stattfand. Die Prozesse begannen im Oktober 1309 und dauerten bis 1311. Da gab es kaum Folter, keine
Todesurteile durch Verbrennung, und viele englischen Templer wurden nach Geständnissen wieder in die Kirche aufgenommen.
Paris war das Finanzzentrum der Templer, und auch die französische Monarchie war bei ihnen hoch verschuldet. Aber der französische
König Philipp IV. hatte wohl irgendwann genug und entschied sich im Oktober 1307, Massnahmen zu ergreifen, um die Templer zu vernichten.
Das ist zumindest die offizielle Geschichte.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Zerschlagung des Templerordens ein politischer und finanzieller Schachzug Philipp IV. war,
um die Macht des Ordens zu brechen und dessen Vermögen zu beschlagnahmen.
Ihr enormer Reichtum und ihre Unabhängigkeit machten die Templer jedoch auch verwundbar, was schließlich dazu führte, dass der 
hoch verschuldete französische König Philipp IV. den Orden durch Anschuldigungen der Häresie zerschlagen ließ.

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