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Alter Souveräner Templer Orden (ASTO)

Eine moderne Gemeinschaft in der Tradition der Tempelritter

Der Alte Souveräne Templer Orden (ASTO) versteht sich als christlicher Ritterorden, der die geistigen Ideale der historischen Tempelritter in die Gegenwart übertragen möchte. Dabei erhebt der Orden keinen Anspruch auf eine rechtliche oder institutionelle Fortsetzung des mittelalterlichen Templerordens, sondern sieht sich als Gemeinschaft, die dessen Werte und Traditionen bewahrt und weiterentwickelt.

Im Mittelpunkt stehen nicht militärische Aufgaben, sondern christlicher Glaube, persönliche Reifung, Ritterlichkeit und der Dienst am Mitmenschen.

Die Geschichte des Ordens

Nach der Überlieferung des Ordens traf der Rat der Sieben Weisen, dessen Mitglieder aus Polen, der damaligen Tschechoslowakei und Ungarn stammten, im Jahr 1974 eine weitreichende Entscheidung.

Angesichts der Überalterung der damaligen Gemeinschaft und im Bewusstsein eines gesellschaftlichen und geistigen Wandels wurde beschlossen, einen neuen Großmeister zu ernennen, der den Orden im Westen neu aufbauen sollte.

Mit dieser Aufgabe wurde der österreichische Verleger Ralph Hübner, im Orden unter dem Namen Ralph von Reichenberg, betraut.

Seit dieser Zeit widmet sich der Orden dem Aufbau einer internationalen Gemeinschaft, die sich an den geistigen Idealen der Tempelritter orientiert.

Der Orden wurde zunächst in der Schweiz aufgebaut und später in den Vereinigten Staaten als gemeinnützige Organisation registriert. Von dort aus entwickelte sich seine Tätigkeit in verschiedenen Ländern Europas und darüber hinaus.

Seit den 1990er-Jahren trägt die Gemeinschaft den Namen Alter Souveräner Templer Orden, kurz ASTO.

Die internationale Ordensleitung befindet sich heute in Panama.

Der christliche Glaube als Grundlage

Der Glaube des ASTO ist christlich geprägt und orientiert sich an den Lehren Jesu Christi.

Der Orden versteht den christlichen Glauben nicht nur als Bekenntnis, sondern als praktischen Lebensweg.

Gebet, persönliche Verantwortung, Nächstenliebe und die Achtung vor der Würde jedes Menschen bilden die Grundlage des Ordenslebens.

Darüber hinaus beschäftigt sich der Orden mit Fragen der christlichen Spiritualität und der inneren Entwicklung des Menschen. Viele Mitglieder sehen unsere Zeit als eine Epoche des geistigen Wandels, in der christliche Werte neu entdeckt und gelebt werden sollen.

Ritterlichkeit im 21. Jahrhundert

Der Begriff Ritterlichkeit besitzt für den ASTO eine zeitgemäße Bedeutung.

Ein moderner Templer kämpft nicht mit Schwert und Lanze.

Sein Kampf richtet sich gegen Gleichgültigkeit, Ungerechtigkeit, Egoismus und Hoffnungslosigkeit.

Mut, Ehrlichkeit, Disziplin, Hilfsbereitschaft und Verantwortungsbewusstsein bilden die Grundlagen seines Handelns.

Besonderes Gewicht legt der Orden auf den Schutz der Schwachen und auf die praktische Umsetzung christlicher Nächstenliebe.

Rituale und geistige Entwicklung

Zum Ordensleben gehören verschiedene Rituale und Studienprogramme.

Die Arbeit in der Ritterrunde, im Vorhof und in der Gralsrunde dient der persönlichen Weiterentwicklung sowie der Vertiefung des christlichen Glaubens und der ritterlichen Ideale.

Diese Rituale verstehen sich als Hilfsmittel zur Selbstreflexion und geistigen Reifung.

Sie sollen den Mitgliedern helfen, Verantwortung für ihr eigenes Leben und für ihre Mitmenschen zu übernehmen.

Mitgliedschaft

Mitglied des ASTO kann werden, wer sich mit den christlichen Grundwerten und den Zielen des Ordens identifiziert.

Von allen Mitgliedern wird erwartet, dass sie die Ideale der Ritterlichkeit, der Hilfsbereitschaft und der Nächstenliebe im Alltag leben.

Der Ritterschlag erfolgt nicht aufgrund gesellschaftlicher Stellung oder beruflichen Erfolges, sondern als Anerkennung eines längeren Weges persönlicher und geistiger Entwicklung innerhalb des Ordens.

Gemeinschaft und Aktivitäten

Der ASTO versteht sich als internationale Gemeinschaft von Menschen, die sich gegenseitig auf ihrem geistigen Weg unterstützen.

Zu den Aktivitäten gehören unter anderem:

  • das Studium der Geschichte des Templerordens,
  • christliche Bildungsarbeit,
  • geistliche Übungen und Rituale,
  • Veröffentlichungen und Vorträge,
  • seelsorgerische Begleitung,
  • Werke christlicher Barmherzigkeit,
  • internationale Zusammenarbeit mit anderen Ritterorden sowie gemeinnützigen Organisationen.

Im Mittelpunkt steht stets der Gedanke, den Glauben nicht nur zu lehren, sondern im täglichen Leben sichtbar werden zu lassen.

Die Struktur des Ordens

Der Alte Souveräne Templer Orden ist als gemeinnützige Organisation aufgebaut.

Seine Ausbildungsstruktur gliedert sich in drei Bereiche:

  • die Ritterrunde als Grundlage des Studiums,
  • den Vorhof zur Vertiefung der geistigen Ausbildung,
  • die Gralsrunde (Loge) als weiterführender Studien- und Arbeitskreis.

Traditionell war der Orden ein Männerorden.

Heute können auch Frauen aufgenommen werden. Sie tragen die Bezeichnungen Burgfrau oder Dame und wirken in nahezu allen Bereichen des Ordenslebens mit. Aus Respekt vor der historischen Tradition des mittelalterlichen Ritterordens wird der eigentliche Ritterschlag weiterhin ausschließlich Männern vorbehalten.

Finanzierung

Der ASTO verfolgt keine wirtschaftlichen Gewinnziele.

Die Arbeit des Ordens wird durch Mitgliedsbeiträge, freiwillige Spenden sowie Beiträge für Seminare, Bildungsangebote und seelsorgerische Tätigkeiten finanziert.

Darüber hinaus arbeitet der Orden mit anderen Ritterorden, christlichen Gemeinschaften und gemeinnützigen Organisationen zusammen, wenn gemeinsame Ziele im Bereich der humanitären Hilfe, der Bildung oder der Förderung christlicher Werte bestehen.

Auftrag für die Zukunft

Der Alte Souveräne Templer Orden sieht seine Aufgabe darin, die Ideale der historischen Tempelritter in einer modernen Welt lebendig zu halten.

Nicht das Schwert steht heute im Mittelpunkt, sondern der Charakter.

Nicht der äußere Kampf, sondern die innere Reifung.

Nicht Macht und Besitz, sondern Glaube, Verantwortung und Nächstenliebe.

So versteht sich der ASTO als eine christliche Gemeinschaft, die Menschen dazu ermutigt, den Weg der Ritterlichkeit im 21. Jahrhundert zu gehen – im Dienst Gottes und zum Wohl der Mitmenschen.

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