Die Haltung des Templers gegenüber dem Orden
Gehorsam, Treue und uneigennütziger Eifer
Die Zugehörigkeit zum Templerorden ist nicht nur eine formale Mitgliedschaft, sondern eine bewusste Verpflichtung, die höchste Tugenden erfordert. Das Verhältnis eines Templers zu seinem Orden ist geprägt von fünf grundlegenden Eigenschaften: Gehorsam, Treue, Vertrauen, Eifer und Verschwiegenheit.
Gehorsam bedeutet hierbei nicht blindes Folgen, sondern das bewusste Einordnen in die Gemeinschaft und das Anerkennen der Ordnung und Prinzipien, die den Bund zusammenhalten. Ein Templer weiß, dass Disziplin und Achtung vor den Regeln des Ordens notwendig sind, um das gemeinsame Ziel zu verwirklichen.
Treue ist das feste Band, das ihn mit seinen Brüdern und Schwestern verbindet. Sie zeigt sich im loyalen Handeln, im Verlässlichsein auch in schwierigen Zeiten und in der Bereitschaft, den Orden und seine Ideale stets zu verteidigen.
Vertrauen bildet die Grundlage jeder echten Gemeinschaft. Der Templer schenkt dem Orden und seinen Mitstreitern Vertrauen und weiß zugleich, dass auch auf ihn jederzeit Verlass ist.
Ebenso wird vom Templer ein brennender Eifer erwartet – jedoch kein unbedachter, sondern ein wohlüberlegter, zielgerichteter Eifer. Er soll sich mit innerer Begeisterung und Einsatzbereitschaft für die Ziele und Aufgaben des Ordens engagieren.
Schließlich ist die Verschwiegenheit ein hohes Gut. Was innerhalb des Bundes gesprochen und beschlossen wird, bleibt geschützt. Der Templer wahrt Diskretion, bewahrt Stillschweigen und zeigt dadurch Respekt und Integrität.
Doch diese Pflichten allein genügen nicht. Ihre Ausübung soll stets in einem bestimmten Geist geschehen: besonnen, beharrlich, unerschrocken und uneigennützig.
Der Templer handelt nicht überstürzt oder aus momentaner Laune, sondern besonnen und überlegt. Er bleibt beharrlich auch dann, wenn Hindernisse auftauchen. Er ist unerschrocken im Angesicht von Schwierigkeiten und zeigt Standhaftigkeit. Und vor allem: Er verfolgt seine Aufgabe uneigennützig, frei von Eigennutz oder persönlichem Vorteil, einzig dem Wohle des Ordens und seiner Mitmenschen verpflichtet.
So verkörpert der Templer in seinem Verhältnis zum Orden jene Haltung, die ihn zu einem würdigen Mitglied macht – stark im Charakter, fest im Glauben und aufrichtig im Dienst an der Gemeinschaft.
