In Paris geht der historische «Bataclan»-Prozess zu Ende
Das ist passiert: Im Prozess um die islamistische Anschlagsserie vom November 2015 in Paris werden am Abend die Urteile erwartet. Damit geht ein gut neun Monate langes Mammutverfahren zu Ende, in dem sich 20 Beschuldigte verantworten müssen, unter ihnen der einzige Überlebende des Terrorkommandos, Salah Abdeslam. Die Staatsanwaltschaft forderte für sie Strafen von fünf Jahre Haft bis Lebenslang. Zu den wichtigsten Antworten
Das passierte in der Terrornacht: Bei der Anschlagsserie am 13. November 2015 richteten islamistische Extremisten ein Massaker im Konzertsaal «Bataclan» an und schossen auf Bars und Restaurants im Osten der französischen Hauptstadt. Zudem sprengten sich drei Selbstmordattentäter während eines Fussball-Länderspiels zwischen Deutschland und Frankreich am Stade de France in die Luft. Insgesamt wurden bei den Angriffen 130 Menschen getötet und 350 weitere verletzt. Die Terrororganisation Islamischer Staat (IS) reklamierte die Anschläge für sich.
Das waren die Folgen: Die Anschläge lösten weltweites Entsetzen aus und trafen Frankreich ins Mark. Das Land verstärkte in den folgenden Jahren den Kampf gegen den islamistischen Terror. «Man hat Krieg gegen uns geführt, darauf haben wir geantwortet», sagte der damalige Präsident François Hollande als Zeuge vor Gericht. Frankreich sei vor allem wegen seiner Lebensweise angegriffen worden. Ziel sei gewesen, das Land zu destabilisieren und vom Engagement in Syrien und im Irak abzubringen.
