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Vertuschung von Missbrauch: Kardinal Woelki verteidigt sich

Das Erzbistum Köln weist Medienberichte zurück, wonach der Kölner Erzbischof Rainer Maria Woelki erst nach vier Jahren einen unter Missbrauchsverdacht stehenden Priester bei der Justiz angezeigt habe.

„Kardinal Woelki war zu keiner Zeit in die strafrechtliche Aufarbeitung des Falls eingebunden“, erklärte die Erzdiözese am Mittwoch in Köln. Die von ihm 2015 eingerichtete „Stabsstelle Intervention“ handle unabhängig von der kirchlichen Verwaltung. Allerdings habe Woelki ein Verfahren nach kirchlichem Recht gegen den Pfarrer eingeleitet. Josef M., Jahrgang 1943, ist inzwischen verstorben.

Medienberichten zufolge soll der Priester im September 2014 vor der Personalabteilung im Erzbistum Köln zugegeben haben, von 1971 bis 1996 Kinder und Jugendliche beiderlei Geschlechts missbraucht zu haben. 2017 habe der Priester der Personalabteilung erneut über seine Sexualverbrechen berichtet. Eine Strafanzeige sei aber erst 2018 erfolgt, so die Medienberichte.

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