Die Ställe Salomons
Seit 1124 brachten dieTempler ihre Pferde in den
„Ställen des Salomon“ unter, die groß genug für
2.000 Rösser waren. In den 68 Jahren auf dem
Tempelberg entfalteten sie rege Bauaktivitäten, die
1120 begannen. Diese waren natürlich zuerst
durch ihre eigenen Bedürfnisse motiviert, sollen
aber auch andere Gründe gehabt haben. Gerüchte
über geheimnisvolle Funde zirkulierten seit den
ersten Jahren der Gründung des Ordens, obwohl
niemand sicher war, was oder ob überhaupt etwas
gefunden worden war.
Den Gerüchten nach sollen bei diesen Ausgrabungen
eine Reihe heiliger Reliquien ans Tageslicht
gebracht worden sein: der einbalsamierte
Kopf Johannes‘ des Täufers, Splitter des wahren
Kreuzes, Dokumente über den Ursprung des
Christentums oder die Bundeslade. Oder es wurde
auch behauptet, dass der Schatz des zweiten Tempels
dort unentdeckt von den Römern zurückblieb.
